Slow Food: Erst kommt die Moral, dann das Fressen? Wo die Essenshüter sich kulinarisch verheddern

Das Gegenteil von gut ist „gut gemeint“ – so viel lässt sich über das Slow-Food-Magazin 1/2015 sagen. Darin beschwört der Verein für Esskultur Konsumverzicht und eine neue Einfachheit. Leider verdrehen die Autoren historische Fakten, schwelgen in falscher Sentimentalität, was Hungerzeiten angeht und raten dazu, Freunden primitive Plumpsküche vorzusetzen. Da geht bei Quarkundso.de der kulinarische Zeiger auf Error: Wir plädieren für frohe Feste. (Beitrag von Juni 2015)

 

Zutaten Linseneintopf: Linsen, Karotten, Schweinebauch, rohe Zwiebeln

Linseneintopf – Einfaches kann gut sein. Doch als Maßstab taugt es nicht immer. Bild: Pixabay

 

Die von Slow Food gehören eindeutig zu den Guten. Sie sind für authentische, handwerklich hergestellte Lebensmittel mit echtem Geschmack, und gegen industrialisiertes, globales Einheitsessen.

Sie setzen sich auch für nachhaltige Landwirtschaft, Artenvielfalt und artgerechte Tierhaltung ein. Essen muss laut Slow Food gut, sauber und fair sein, wobei Genuss, wie es in der Satzung des Vereins heißt, nichts weniger ist als ein Menschenrecht. Daher heißen ihre Regionalgruppen „Convivien“, das kommt vom römischen „convivium“ und bezeichnet ein Gastmahl mit Freunden.

Ich muss sagen: Ich finde das alles richtig. Deshalb bin ich seit Jahren drin in dem Verein und zahle Mitgliedsgebühr.

Wenn man es genau nimmt, bin ich in Sachen Slow Food also befangen.

Andererseits ist Quarkundso.de natürlich völlig unbestechlich. Das heißt, dass auch der eigene Club an die Reihe kommt, wenn es dazu Anlass gibt. Und den gibt die Vereinspostille, das Slow-Food-Magazin.

Das ist ein Medienerzeugnis, das öffentlich am Kiosk und im Abo verkauft wird wie andere Zeitschriften auch. Daher will es hier besprochen werden, bei Quarkundso.de, das ist nur gerecht, auch den anderen gegenüber.

 

Eigen-PR und eingeschränkte Quellenlage

Wie immer geht es hier um das, was übers Essen geschrieben wird. Sonstiges spielt keine Rolle, darum sollen sich andere kümmern: dass zum Beispiel der Verlag, in dem das Heft erscheint, mit schöner Regelmäßigkeit seine Bücher und Autoren im redaktionellen Teil unterbringt.

Auch führt die Slow-Food-Vorsitzende Ursula Hudson gerne Interviews mit Autoren eben desselben Verlags, die dann im Heft nachzulesen sind, und die Rezepte im Leser-Service stammen aus Kochbüchern des Hauses. Diese Quellenlage hat ja schon ein PR-Geschmäckle und wirkt irgendwie nicht so richtig redaktionell ausgewogen. Aber darum soll es hier ja nicht gehen.

 

Ohne Drittwagen retten wir die Welt

Also zur Sache – schauen wir uns das erste Heft des Jahres 2015 an. Da geht es um den „Wert des Einfachen“. Es ist ein ganzes Dossier, ein Schwerpunkt mit mehreren Beiträgen. Und mit der großen Moralkeule. Die Botschaft: „Wir“ – ja, wir alle – ruinieren die Welt mit unserem Konsum: „Wir“ essen zu viel, wir kaufen zu viel, es geht uns zu gut, wir reisen zu weit und zu oft. Wir konsumieren besinnungslos und brauchen das alles nicht, was wir zusammenraffen.

Die vielen Geräte, die wir horten, benutzen wir schon gar nicht mehr, darunter Küchenherde mit 30 Programmierstufen und Fernseher mit 800 Programmen. Dagegen helfen, glaubt Autor Manfred Kriener, Entrümpeln, ein Sabbatjahr oder mal eine Woche im Kloster. Und die Vorsitzende, Ursula Hudson gibt den unschlagbaren Tipp, auch mal auf den Zweit- oder Drittwagen zu verzichten.

Garniert ist das Ganze mit nostalgischen Rezepten und der Sehnsucht nach einfacher Kost: Nachkriegs-Brotsuppe, Arme-Leute-Gerichte wie die italienische Polenta, und auf dem Titelfoto prangt biederste Hausmannsküche – ein Teller Gemüsesuppe, dargeboten von Armen im ökograuen Wollpulli.

 

 

Club der Manufactum-Käufer 

Doch der Schuss geht nach hinten los. Einmal, weil Vorsitzende und Redaktion sich so unfreiwillig als Club der oberen Zehntausend outen – als eine Versammlung von Reichen, Privatiers, Karrieristen, Investment-Bankern, pensionierten Beamten und Manufactum-Kunden. Als Angehörige einer Geldkaste, die nach Statussymbolen giert und sich teure Kochbücher ins Regal stellt, aber die Küche gar nicht erst in Betrieb nimmt.

Natürlich ist das ein falsches Bild. Diese Mischpoke ist bei Slow Food, falls es sie dort gibt, eher in der Minderheit, schon allein deshalb, weil die Slow-Food-Leute kochen.

Die reichen Edelteil-Horter sind aber nicht mal sonst im Land in der Mehrheit. Denn die Mehrheit kann es sich nicht leisten, ständig bei Manufactum einzukaufen und hat weder einen Zweit- oder Drittwagen noch einen High-Tech-Küchenherd.

 

Die Mehrheit kocht in IKEA und isst auch so

Stattdessen kauft die Mehrheit ihre Küche billig bei IKEA und das Essen noch billiger beim Discounter.

Das liegt unter anderem daran, wie das Geld im Lande verteilt ist: Die Hälfte aller Haushalte verfügt nur über den lächerlichen Anteil von sechs Prozent des Vermögens in Deutschland. Dagegen sitzt ein Zehntel auf 60 Prozent des Vermögens. Maßloses Anhäufen von teuren Statussymbolen kommt für die meisten Menschen hierzulande daher nicht in Frage.

Genau das aber macht die Sache komplex. Mit platter Konsumkritik und Reichen-Bashing kommt man dem gefühlten Weltuntergang nicht bei. Am Geheim-Tipp der Vorsitzenden (kein Drittwagen!) als Beispiel betrachtet: Lediglich fünf Prozent aller Haushalte, die in Deutschland ein Auto haben, haben mehr als zwei. Das weiß der ADAC, dem man in dieser Hinsicht ausnahmsweise mal trauen darf.

Also verzichten die restlichen 95 Prozent der Haushalte sowieso schon vorbildlich. Aber irgendwie verbessert das die Lage nicht – Umweltverschmutzung, Lärm, Klimakatastrophe.

 

Das Problem ist die Masse

Und daher sind die reichen Prasser, was Klima und Umwelt angeht, nicht das Problem. Wobei ich natürlich sofort mitmache, wenn man diesen Angebern ihre Kabrios, SUVs und Limousinen vermiest. Es ärgert mich schon lange, dass ich nicht so reich bin.

Doch muss man sich auf dem Boden der Tatsachen eher eingestehen: Das Problem ist die Masse. Anders gewendet: Nicht der unmäßige Konsum weniger ruiniert die Umwelt.

Sondern der relative Wohlstand vieler.

Dass ein paar Privilegierte beim Verzicht mit gutem Beispiel voran gehen sollten, ist allerdings eine Forderung von Öko-Ethikern. Aber da hat der abgeschaffte Drittwagen weiß Gott keine Symbolkraft. Und beim Essen wird das Terrain ziemlich schwer.

Daher präsentiert das Dossier einen etwas peinlichen Luxusdiskurs und eine Menge Plattitüden in einem Mix aus christlicher und ökologischer Ethik, Parolen aus der Glücksforschung, Mode-Philosophie und einem allgemeinen Unbehagen an der Kultur. Aber etwas wenig Analyse und auch die falschen Perspektiven.

 

Urschlamm der hiesigen Ess-Unkultur

Womit wir ans Eingemachte gehen – ans Essen. Da geht der Schuss erst recht nach hinten los. In einem wirren Artikel über „Die Rückkehr der einfachen Küche“ preist eine Autorin nostalgische Arme-Leute-Gerichte an, zur großen Konsum-Moralpredigt am Anfang des Dossiers gibt es als passenden Rezepttipp „Lieselottes Nachkriegs-Brotsuppe“ – ach ja, aus einem Kochbuch des Hausverlags, versteht sich.

Bei so etwas werde ich gerne mal spitzfindig: Was soll das heißen, die einfache Küche kehrt zurück? Die war doch – leider – schon immer da und bildet den Urschlamm der hiesigen Ess-Unkultur!

Das Problem ist doch nicht, dass man hierzulande nichts „Einfaches“ isst. Das Problem ist, dass die Deutschen in überwältigender Mehrheit Einfaches essen: Fastfood, Fertiggerichte, Discounter-Würstchen, Industrieprodukte, Tütensuppen, gefärbte, künstlich aromatisierte Jogurts und Puddings, Chicken-McNuggets, Currywurst, Minutenschnitzel. Und davon dann viel zu viel, weil es so billig ist.

 

Arme-Leute-Essen ist das nicht

Pffff, sagen jetzt die Kritiker von Quarkundso.de gehässig, das ist gemeine Rabulistik. Und natürlich überhaupt nicht das, was die Öko-Esser meinen. Sie meinen – ja, was denn eigentlich? In ihrer Nostalgie-Seligkeit verheddern sich Autoren und Redaktion nämlich kulinarisch, und das nicht zu knapp.

Nehmen wir mal die „Nachkriegs-Brotsuppe“, zu der es im Dossier über den „Wert des Einfachen“ das Rezept gibt. Angeblich ein Gericht aus schweren Zeiten, heraufbeschworen werden die beiden mageren Jahre nach 1945. Da musste man nämlich, steht da, alles wieder verwenden und mit den Ressourcen der Natur sparsam umgehen. Und wir könnten „so vieles lernen“, von den „Erben einer Generation, die … ihre Häuser nur mit dem Notwendigsten, das sie tragen konnten, verlassen mussten.“

An Zutaten sind dann aufgelistet: Zucker, Zitronenschale, Zimt, Butter, Wein, dazu Rosinen oder Backpflaumen, außerdem Äpfel, geröstete Mandelblätter und dann ist noch die Rede von Croutons, Weintrauben und Vanillesauce.

Bis auf die Äpfel und altes Brot gab es das alles nach dem Krieg nicht, egal nach welchem. Was da aufgetischt wird, ist ein gutbürgerlicher oder großbäuerlicher Luxus-Flan aus besten Zeiten. Das Prinzip, angetrocknetes, feines Brot mit edlen Zutaten in einen üppigen Nachtisch zu verwandeln, ist vor allem in Süddeutschland und Österreich schon seit Jahrhunderten Tradition und hat den gefräßigen Eingeborenen dort die Fastenzeit versüßt.

Bekannt sind diese köstlichen Brotaufläufe – es waren Sonntagsgerichte – unter anderem als „Scheiterhaufen“. Sowas gab es nicht bei armen Leuten. Und es ist auch kein einfaches Essen.

 

Völlig zu Recht vergessen

Eine echte Kriegs- oder Nachkriegs-Brotsuppe bestand dagegen genau aus zwei Zutaten: Brühe und Brot. Wenn es noch schlimmer kam, waren es Wasser und Brot. Derlei ist natürlich völlig zu Recht vergessen, und Nostalgie ist fehl am Platz. Vor allem ist das Aufmotzen mit gutem Fett, teuren Gewürzen, üppigen Zutaten und heutigen Mitteln schwer geschummelt.

Das gilt auch für die Polenta, den italienischen Maisbrei. Für die wirbt im Dossier Autorin Elisabetta Gaddoni, nachdem sie sich vorher despektierlich über ambitionierte Hobbyköche äußert. Die Polenta also, zu Unrecht vergessen und jetzt in Ehren auferstanden?

Nun – zu Unrecht war das garantiert nicht. Die armen Bauern in Norditalien sind im 19. Jahrhundert zu Zigtausenden vor der Polenta nach Amerika geflohen und haben fortan nie wieder Maisgrütze angerührt.

Als öde Kost der Armen führte sie nämlich bis ins letzte Jahrhundert in ganz Südeuropa zu einer weitverbreiteten Mangelerscheinung, der Pellagra, auch Maiskrankheit genannt. Die Einseitigkeit der Getreidenahrung bei der armen Landbevölkerung Italiens ist notorisch und hat übrigens dafür gesorgt, dass in Italien seit dem Wirtschaftswunder 30 Prozent mehr Fleisch gegessen wird als in Deutschland.

Wenn solche scheinbar vergessenen Arme-Leute-Gerichte wieder kommen, liegt das eher daran, dass man sie heute mit Wohlstandszutaten verbessern kann. Außerdem kann man sie heute essen, weil man will – und nicht, weil man muss. Und die Leute sterben aus, die das Zeug nie wieder auf dem Teller haben wollten.

 

Schmeckt erbärmlich, macht nicht satt

Man darf sich nämlich nicht darüber hinwegtäuschen, dass Menschen, die in Notzeiten üblen Fraß runterwürgen oder monate- bis jahrelang dasselbe essen mussten, für ihr Leben traumatisiert sind. Ganze Generationen haben deswegen Steckrüben oder Räucherfisch verweigert, Salzkartoffeln, Eintopf, Kohl, Wassersuppe, und ja, auch Brotsuppe (die echte).

Meine Oma konnte man mit Steckrüben jagen, und meinen Opa mit „einfachem Essen“. Denn der war zweimal in Gefangenschaft, hat Baumrinde und Gras gefressen und kam mit Hungerödemen zurück. Seitdem musste jeden Sonntag der Schweinsbraten auf dem Tisch stehen.

Also – die gute alte Arme-Leute-Küche ist mit Vorsicht zu genießen. Wenn man sie ernst nimmt, schmeckt sie erbärmlich und macht weder satt noch versorgt sie die Menschen ausreichend. Wenn man sie aber aufmotzt und auf edel trimmt, dann ist klar: Das ist kein einfaches Essen mehr.

 

Wenn Freunde kommen – gebt euch keine Mühe!

Den Vogel schießt die Redaktion aber ganz vorne im Dossier ab, wo sie ins Thema einführt und vorgibt, worum es gehen soll, beim „Wert des Einfachen“:

„Öfter mal einen Schritt kürzer treten, hier und da etwas Ballast abwerfen, zusammen mit Freunden etwas Einfaches essen – schon mit kleinen Dingen können wir unser Leben verbessern.“

Wie bitte? Ich verbessere mein Leben, wenn ich mit Freunden etwas Einfaches esse? Mein ganzes System, in einem früheren Beitrag mal als kulinarischer Kompass bezeichnet, ist an dieser Stelle auf „Error“ gegangen. Tilt. Total.

Und ich fühlte mich bemüßigt, die Vereinsstatuten von Slow Food nachzulesen. Heißt es darin nicht, dass Genuss ein Menschenrecht ist, dass das gute Essen in der Tafelrunde zum Kulturgut gehört und dass die Vereinstreffen deshalb nach uralter Tradition Convivien heißen?

 

Das Beste für die Gäste: Feiern mit Freunden ist menschlich

Ein Convivium ist übrigens nichts weniger als ein Festmahl. In römischer Zeit wurde dabei sogar geprasst, was das Zeug hält, den Freunden und Gästen zuliebe, aber auch, um den eigenen Status zu beweisen.

Natürlich kann man gegen die dekadenten Römer einiges einwenden. Aber jetzt mal ehrlich – seit wann isst man was Einfaches, wenn Freunde kommen? Es ist doch genau umgekehrt – wenn Freunde kommen, strengt man sich an, tischt die edelsten Sachen auf, die man hat und entkorkt die teuersten Flaschen!

Der gemeinsame Genuss schafft dann Atmosphäre, Wohlgefühl, Feststimmung und Verbundenheit. Das hebt die Lebensqualität. Mit einem Teller Butterbrot gelingt das schwerlich.

Das Festmahl mit Freunden ist daher nicht zufällig so etwas wie eine anthropologische Konstante. Große Gelage haben schon die Gallier und Germanen gefeiert, und unsere älteren Vorfahren ebenso, samt kollektivem Genuss berauschender Getränke.

Auch ist das Gebot der Gastwirtschaft, nachdem Gästen und Freunden stets das Beste zusteht, auffallend universell vorhanden, in allen Kulturen. Und da soll es jetzt die Lebensqualität heben, wenn man mit Freunden etwas Einfaches isst?

Nein. Das ist verdrehter, kulturloser Unsinn. Da hat jemand was falsch verstanden.

Ein Teller Gemüsesuppe kann gut sein und seinen Zweck tun. Aber für ein Essen mit Freunden taugt er nicht. Gemüsesuppe gibt es samstags, als Resteessen, weil man nicht aufwendig kochen will. Denn am Sonntag gibt’s den großen Braten – wenn Freunde kommen. So sieht es aus.

 

Feinschmecker Goethe wusste Bescheid

Gegen die verschwurbelte Moral im Dossier ist das hier also das flammende Plädoyer eines Slow-Food-Mitglieds für gutes Essen: Esst so gut, so hochwertig, so aufwändig wie möglich, wann immer es angezeigt ist. Kauft teures Fleisch aus artgerechter Tierhaltung, und Bio-Gemüse, kocht nach den Regeln der Kunst und strengt euch dabei an! Speziell dann, wenn Freunde kommen.

Natürlich kann das – aus vielen Gründen – nicht jeden Tag sein. Und aus vielen Gründen ist weder Verschwendung angezeigt noch, dass jeder Mensch auf der Erde jeden Tag der Völlerei frönt (mit Freunden). Aber wenn wir – ja, wir alle! – hochwertiger essen, weniger billigen Schrott kaufen und öfter und besser kochen, reguliert sich vieles, was Konsum, Verschwendung und Nachhaltigkeit angeht, garantiert von selbst.

Zu behaupten… nein, ich wiederhole den Quark nicht, den ein unbedachter, hoffentlich nur temporär verstrahlter Texter in die Welt gesetzt hat. Ich zitiere lieber Goethe. Der war auch ein ausgemachter Moralapostel, aber außerdem notorischer Feinschmecker und Rheinwein-Trinker. Der wusste, was die Lebensqualität wirklich hebt. Und schrieb in seiner Ballade „Der Schatzgräber“:

„Trinke Muth des reinen Lebens!

Dann verstehst du die Belehrung,

Kommst, mit ängstlicher Beschwörung,

Nicht zurück an diesen Ort.

Grabe hier nicht mehr vergebens!

Tages Arbeit, Abends Gäste!

Saure Wochen, frohe Feste!

Sei dein künftig Zauberwort.“

©Johanna Bayer

    Das Slow-Food-Magazin, Ausgabe 1/2015, im Oekom-Verlag. Oder am Kiosk.

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7 Gedanken zu „Slow Food: Erst kommt die Moral, dann das Fressen? Wo die Essenshüter sich kulinarisch verheddern

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  2. DirkNB/Herdnerd

    Immer mal wieder denke ich über ein gesellschaftliches Engagement meinerseits nach. Da gehört die Slow-Food-Bewegung immer wieder in den engeren Kreis meiner Interessen, aber genauso schnell, wie Slow Food mir einfällt und mir die Grundidee dahinter gefällt (zumindest in der Form, wie ich sie aufgenommen habe), genauso streiche ich es wieder aus der Liste. Das Wort, dass mir in dem Zusammenhang einfällt, ist „elitär“. Und das stößt mich ab. Ich mag mit diesem Wort falsch liegen, aber der Teil der Außenwirkung, der mich erreichte, hinterließ den Eindruck. Und dabei habe ich das Presseerzeugnis noch nicht mal wahrgenommen. 😉 So, wie Du es schreibst, bestätigt sich damit zumindest dem Magazin gegenüber mein Vorurteil; ich freue mich aber auch, dass es offensichtlich bei einigen Mitgliedern des Vereins nicht so ist und dass ich mich hier irren würde.
    Naja, und dann ist hier in der Gegend wenig los mit Slow Food. Und das, was es gibt, scheint mir mein Klischee zu bestätigen …

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  3. Lena

    Ich bin auch Slowfood Mitglied und finde einige Artikel im Heft sehr interessant, aber vieles ist immer so übertrieben.
    Ständig wird einem eingebläut was man alles falsch macht und wie man es richtig machen sollte. Prinzipiell ja, nur frage ich mich welcher Leserschaft man das erzählt? Slowfood-Mitglieder wissen das ja sowieso warum wären sie sonst Mitglied und diejenigen die sich das Magazin ohne Mitgliedschaft kaufen werden den Kauf wohl auch bewusst auswählen, weil sie sich für SlowFood interessieren. Also irgendwie daneben.
    Vieles kann ich nur überfliegen, weil es so anstrengend zu lesen ist.

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    1. Johanna Bayer Beitragsautor

      Liebe Lena,

      danke für die Rückmeldung! Kommentare von Slow-Food-Genossen sind mir besonders wichtig bei diesem Artikel. Wir müssen intern mehr diskutieren.
      Viele Grüße!

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  4. Edgar Schröer

    Ein wirklich gelungener Artikel, der mir aus der Seele spricht. Ich bin ebenfalls Slow-Food-Mitglied und habe schon länger den Eindruck, dass der Verein zu einer Abstinenzler-Bewegung verkommt.

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    1. Johanna Bayer Beitragsautor

      Danke! Über Rückmeldung von Slow-Food-Freunden freue ich mich besonders. Übrigens sollte klar sein: Das Magazin ist nicht der Verein. Daher: Je mehr Kritik von unten und je mehr aufmerksamer Dialog, umso besser. Solidarische Grüße! 😉

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