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Mittagessen: Das SZ-Magazin und die Feinde der Mittagskultur

Eine Autorin in SZ-Magazin stört sich daran, dass Kollegen schick „zum Lunch“ wollen statt sich nur schnöde Nahrung reinzuschaufeln, wie es mittags nunmal ansteht. Das ruft Quarkundso.de auf den Plan: Wir protestieren aufs Schärfste.

 

Mittagessen bei der Arbeit: Idealerweise als feiner Business-Lunch, sonst aber gerne auch in der Kantine das Menü 1. Denn wer arbeitet, muss auch essen.

Im SZ-Magazin kam was zum Mittagessen, ach nein, es ging um den „Lunch“. Man gehe nicht mehr zum Mittagessen, berichtet Sina Pousset, Autorin der Generation Y. In ihren Kreisen gehe man jetzt „lunchen“.

Das sei neumodischer Unsinn, beklagt Pousset, Jahrgang 1989.

Schließlich drehe es sich immer noch um eine höchst prosaische Mahlzeit mitten im Arbeitstag, die durch hippe Anglizismen keineswegs geadelt werde – Currywurst bleibt Currywurst.

Wer sich also einbildet, mit einem „Lunch“ besonders weltmännisch und nach „vielen Flugmeilen“ zu klingen, hat laut Pousset nicht verstanden, dass die meisten Leute mittags nur das Allernötigste essen. Diese schnöde Nahrungsaufnahme müsse man nicht unnötig aufblasen. Das gute alte Wort „Mittagessen“ scheint ihr daher viel passender als eine Angebervokabel aus dem Wortschatz urbaner Spießer:

„Denn der Anglizismus kann nicht zaubern. Er verwandelt Durchschnittsessen nicht in Kobe-Beef und den Italiener im Industriegebiet nicht in die Steakbar in Downtown Manhattan.“

Ihr selbst reiche, schiebt sie nach, mittags auch mal eine Schüssel Cornflakes mit kalter Milch.

 

„Fressen wie die Schweine“

Natürlich muss Quarkundso.de da energisch einschreiten: Wir protestieren aufs Schärfste!

Denn der Artikel ist zwar teilweise amüsant, und Deppen-Anglizismen sind immer ein lohnendes Ziel. Aber die Autorin verfehlt auf gefährliche Weise den Kern der Sache.

Sie kritisiert nämlich nicht nur den Sprachgebrauch. Nein, Pousset stänkert generell dagegen, dass man sich zum Mittagessen Zeit nimmt und an einem gedeckten Tisch sitzt. Dabei outet sie sich als Feindin der genüsslichen Hauptmahlzeit. Das Mittagessen sei „von Haus aus unglamourös“ und primitivster Trieb, mehr nicht:

„Energiezufuhr, im rein praktischen Sinn. Wenig Zeit trifft auf viel Hunger. Das ist dann oft mehr Fressen als Essen. Wie die Schweine am Trog und hoffen, dass nichts daneben geht.“

Das ist unmöglich. Eine solche Entwertung des Mittagsmahls ist kulturlos und menschenfeindlich, ebenso der ganze Kontext, in den die Autorin Essen stellt.

Damit ist sie nicht alleine: Zwar sind nicht alle so unflätig, aber das warme Essen in der Mitte des Tages wird immer öfter abgewertet, als Leistungsbremse betrachtet und wegrationalisiert.

Und das nicht nur von ausbeuterischen Chefs. Nein, besonders von jungen Leuten.

Eine treibende Kraft sind die urbanen Vielarbeiter, die digitalen Nomaden, die Performer aus kreativen Etagen und Neu-Berliner wie Sina Pousset. Die stammen zwar meist aus der Provinz, wo man in der Regel noch ordentlich zu Mittag isst. Aber urban, wie sie jetzt sind, halten sie die warme Mittagsmahlzeit für unfein.

 

Mittagessen? Hält nur auf

Wir haben darüber schon ausführlich berichtet, genauer gesagt lamentiert. Das war 2017, in einem der längsten Artikel bei Quarkundso.de überhaupt, was kein Zufall ist.

Denn das Thema ist zu wichtig, um es kurz abzuhandeln und wir werden nicht müde, darauf aufmerksam zu machen, wie genussfeindlich und ungesund die sich immer mehr durchsetzende Snack-Kultur ist.

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Inzwischen sind sämtliche Ratgeber, Ernährungsportale, unzählige Blogs und alle Krankenkassen gleichgeschaltet: Mittags muss es auf jeden Fall schnell gehen, etwas anderes kommt nicht in Frage.

Dabei gilt schon ein Teller Nudeln mit Soße, auf jeden Fall aber Fleisch mit Beilagen als zu üppig, weil warmes Essen angeblich zu „schwer im Magen“ liegt.

Das ist physiologischer Unfug und dazu unzivilisiert. Es deckt sich aber mit verqueren Vorstellungen gewisser Rationalisierer und Globalisierer, nach denen menschliche Bedürfnisse willkürlich verschiebbar sind, damit ununterbrochen gearbeitet werden kann.

Entsprechend hat Pousset Leute auf dem Kieker, die es anders halten und dem Mittagessen Wert zumessen.

Dazu gehören auch Restaurants wie ihr kleiner Italiener an der Ecke, der, wie sie schreibt, seinen Mittagstisch neuerdings als „Business-Lunch“ anpreist. Dem verübelt sie, dass er sich an den Trend ranhängen will.

 

Das gute alte Geschäftsessen

Gut, man kann kleine Gastronomen dafür abkanzeln, dass sie ein Geschäft machen wollen.

An der Sache selbst gibt es aber nichts zu meckern. Denn wenn der kleine Italiener von Frau Pousset ein echter Italiener ist, hält er natürlich auf das Mittagessen: In Italien isst man mittags warm, ebenso wie in Frankreich, beides Länder mit berühmter Esskultur. Anders ist das in den USA und England. Von dort stammt der verhängnisvolle Trend zum kalten Happen am Mittag, wobei man dort vielleicht gerade deshalb riesige Probleme mit Übergewicht und Diabetes hat.

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Trotzdem: Der sogenannte „Business-Lunch“ ist nicht identisch mit den berüchtigten „Snacks“ aus der „Lunchbox“.

Es handelt sich vielmehr um ein Ritual, das in der europäischen Esskultur viel tiefer wurzelt als das Knabbern an Salatblättern zum Mittag: das gute alte Geschäftsessen.

Historische Betrachtungen zu Bankett und Symposium sparen wir uns, die Vorteile des Redens beim Essen liegen auf der Hand: Sie reichen von der Kontaktpflege über das unauffällige Checken von Manieren und Weltläufigkeit bis zur Entkrampfung bei schwierigen Themen.

Am besten ist aber der klare Konsens, der beim Business-Lunch besteht: Es gibt was Gescheites zu essen. Niemand speist Manager mit Salat, Apfelschnitzen und Nüssen ab, wie es die Krankenkassen gestressten Büroarbeitern „zum Mittagssnack“ empfehlen.

Nein, zum Business-Lunch gibt es ein feines, mindestens zwei- oder dreigängiges Menü, und zwar zu Recht: Babyfutter mit Jogurt und püriertem Obst aus der Tupperware ist nichts für Erwachsene, die oft einen Zehnstundentag haben.

 

„Snack am Mittag“ von der Techniker Krankenkasse – Brötchen statt Hauptmahlzeit

Gepose mit kaltem Körnerkram

Daher verläuft die Front zwischen uns und Frau Pousset klar: Wir stehen auf der anderen Seite.

Wir kämpfen für die warme, nahrhafte Hauptmahlzeit, in welcher Form auch immer, ob schlicht in der Kantine oder edel im Restaurant, wenn es der Geldbeutel hergibt. Warmes, frisch gekochtes und in Ruhe eingenommenes Essen ist gesünder, nahrhafter, befriedigender und appetitlicher als der kalte Körnerkram, der uns für den „leichten Lunch“ aufgeschwatzt wird.

Und wir schlagen zurück: Für Quarkundso.de sind nicht diejenigen die Angeber und Wichtigtuer, die mittags zum Essen gehen. Sondern die, die im Büro aus der Tüte futtern und behaupten, sie hätten keine Zeit für eine richtige Mittagspause.

Deren Präsentismus und das Gepose um Mitgebrachtes geht uns auf den Geist – das ganze gequollene Quinoa-Zeug, die glitschigen kalten Nudeln, die unreifen Avocados, übergossen mit süßem Balsamico-Dressing, die durchgeweichten Wraps mit muffigem Ei, die matschigen Salate, die pappig-schweren Vollkornbriketts mit Belag aus Kunstkäse oder Putenlappen.

Es leuchtet uns auch absolut nicht ein, warum ein Salat mit Fertigdressing aus der Plastikdose mittags „gesünder“ sein sollte als eine Portion Krautwickel mit Kartoffelpüree aus der Kantine. Er ist es nämlich nicht.

 

Weiße Plastikdose mit gerolltem Sandwich (Wrap)

Durchgeweichte Wraps aus der Tupperware – für uns ist das nichts

Ohne Manieren: Mampfen am Schreibtisch

Auch das Mampfen am Schreibtisch finden wir unästhetisch und unhygienisch, sogar belästigend für Kollegen in demselben Raum. Und wer, was öfter vorkommt, mit vollem Mund ans Telefon geht, hat definitiv keine Manieren und aus unserer Sicht eine Abmahnung verdient.

Frech, wie wir sind, hängen wir uns gerne auch etwas weiter aus dem Fenster: Wer dauerhaft keine Zeit zum Essen hat, kommt mit seiner Arbeit nicht klar. Da muss der Chef mal nachsehen und seine Fürsorgepflicht wahrnehmen. Und umgekehrt: Wenn Vorgesetzte keine Rücksicht auf die Mittagszeit nehmen und ständig Meetings von 12 bis 14 Uhr ansetzen, sind sie in ihrer Position falsch.

Wir präferieren dabei entschieden den Gang in die Kantine – eine auch nur halbwegs vernünftige Großküche, die ein oder zwei Auswahlessen und ein kleines Salatschüsselchen bietet, macht uns leistungsfähig für den Rest des Arbeitstages. Die Belegschaft von Quarkundso.de marschiert mittags geschlossen in die Kantine, wenn eine da ist. Immer. Auch lassen wir das Mittagessen nie ausfallen, in Worten: nie.

 

Ausschnitt aus Twitter, Text: Kollegin kriegt seit Tagen mit, dass i keine Zeit hab zu essen sie kommt in mein Büro stellt mir ungefragt essen auf Tisch und sagt iss

Opfer der modernen Arbeitswelt auf Twitter: Tagelang keine Zeit zu essen – das darf nicht sein.

Die Feinde der Mittagskultur

Doch der Feldzug gegen das warme Essen in Deutschland läuft: Schon Kindern wird die Hauptmahlzeit am Mittag regelrecht aberzogen, teils mit absurden Begründungen. Der Blick in ein beliebiges Mütterforum im Internet zeigt das:

„Eine gesunde und ausgewogene Ernährung braucht keine warme Mahlzeit. Die meisten essen gerne warm, weil es angenehm ist und gut schmeckt, aber gesünder ist es nicht. Meine Tochter bekommt in der Woche mittags auch nichts warmes, denn gekocht wird bei uns erst abends, wenn mein Mann da ist. Da kann sie sich, dann aussuchen ob sie was warmes mitisst oder sie isst Butterbrot, Rohkost und Joghurt. Warmes Mittagessen gibts bei uns nur am Wochenende.“

„Ich finde, das ist jedem selber überlassen (…) Die bedenken deiner Schwiegermutter sind Quatsch. Gerade bei warmen Essen ist so schnell alles Gesunde rausgekocht, da ist nun wirklich Rohkost usw. das wertvollere Essen.“

„Kein Mensch braucht mittags ein warmes Essen“

Zitate aus „Mama-Forum“ im Internet.

Interessanterweise sind Ernährungsexperten und Familienratgeber durchaus anderer Meinung und in Ganztagsschulen ist das – warme – Mittagessen sogar gesetzlicher Anspruch und häufig auch Pflicht.

Aber Feinde der Mittagskultur erstreiten sich, dass sie ihre Kinder vom Essen abmelden dürfen. Gleichzeitig berichten Zeitungen seit Jahren darüber, dass Erziehungsberechtigte das Schulessen nicht bezahlen und Kinder mittags weinend vor leeren Tellern sitzen – oft dieselben, die morgens schon ohne Frühstück in die Schule kommen.

In vielen Fällen geht es dabei nur um den Mindestbeitrag von einem Euro täglich, fünf Euro die Woche, 20 Euro im Monat.

Welche Gründe solche Eltern auch immer vorbringen mögen, ob Überschuldung, Leben von Hartz IV oder „Die ist das gewöhnt!“, „Der braucht mittags nichts“, und „Wir kochen doch abends warm!“, eines muss klar sein: Das schadet den Kindern.

Wie bei den Zitaten aus dem Mama-Forum oben zu sehen war, geht es dabei nicht immer um Geld. So berichtete der Tagesspiegel 2016 aus Berlin:

Etliche Ganztagsschulen haben Probleme, die Eltern von der Notwendigkeit eines warmen Mittagessens zu überzeugen. Nach Informationen des Tagesspiegels gibt es mindestens eine Ganztagsgrundschule in Berlin, in der nur ein Drittel der Familien einen Vertrag mit einem Caterer abgeschlossen hat. In anderen Schulen sind es mitunter 50 oder 60 Prozent – und das, obwohl laut Schulgesetz eigentlich alle Kinder in Ganztagsschulen ein warmes Mittagessen bekommen sollen.

Zum Schaden der Kinder

Auf Anfrage musste der Berliner Senat 2016 tatsächlich, so der Tagesspiegel, der peinlichen Fragen nach dem Kindeswohl nachgehen. Man war sich da nicht ganz sicher:

„Unklar ist, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliegt, wenn Eltern ihre Kinder mehr als acht Stunden ohne Essen lassen.“

Wir beantworten die Frage mal schnell und hängen uns dabei wieder weit aus dem Fenster: Ein Grundschulkind den ganzen Tag ohne Essen zu lassen, gefährdet das Kindeswohl, ja. Und es von einem warmen Mittagessen fernzuhalten, das sein Körper in der Wachstumsphase braucht, ebenfalls.

Unregelmäßige Mahlzeiten ohne warmes Essen sind genau deshalb in Kriterienkatalogen für die Gefährdung von Kindern in der Familie, wie sie Jugendämter und Sozialbehörden nutzen.

 

Das Mittagsmanifest von Quarkundso.de

Zum Glück sind die Feinde des Mittagessens noch in der Minderheit. Aber sie machen gewaltig Druck.

Interessanterweise neigen nämlich diejenigen, die mittags mit einem Müsliriegel auskommen, zu autoritärem Reinregieren in den Bauch der anderen: „Das muss auch mal so gehen!“, „Warum isst Du nicht einfach einen Apfel?“, „Du kannst doch heute Abend essen!“.

Solchen Menschen mangelt es an Rücksicht, sie gehen ausschließlich von ihren eigenen Bedürfnissen aus: Weil sie Hunger verschieben oder gleich gar keinen haben, können sie sich nicht vorstellen, dass es anderen anders geht.

Doch Hunger am Mittag ist so natürlich wie der Schlaf in der Nacht: Menschliche Bedürfnisse sind nicht beliebig disponierbar. Und Menschen werden krank, wenn sie ihrem physiologischen Rhythmus nicht folgen. Der mag in gewissen Grenzen individuell sein, doch die grobe Linie ist: Nachts schlafen. Tagsüber arbeiten. Mittags essen.

Daher wiederholen wir besonders mit Blick auf Schwächere die wichtigsten Forderungen zur vernünftigen Mittagspause (das vollständige Mittagsmanifest ist im Artikel von 2017 zu lesen):

Die Mittagspause ist gesund und wichtig. Ein ordentliches – warmes – Mittagessen muss drin sein, wenn Arbeitnehmer, Kinder, Teamkollegen, wer auch immer, das möchten.

Arbeitgeber und der Staat sind dabei in der Pflicht, Schwächere vor menschenfeindlichem Druck zu schützen: Angemessene Pausenplanung, mehr Kantinen, warmes Schulessen für alle Kinder, finanziert vom Staat. Ohne Wenn und Aber.

Natürlich soll dabei niemand zum Essen gezwungen werden. Umgekehrt ist entscheidend, dass diejenigen, die essen möchten, nicht daran gehindert werden. Nichtesser dürfen daher in keiner Situation über Menschen bestimmen, die mittags was Warmes brauchen.

Wir werden an dieser Front beharrlich weiterkämpfen, denn das Mittagessen ist  es wert – Oberthema: „Essen ist ein Menschenrecht“. Fortsetzung folgt.

©Johanna Bayer

 

SZ-Magazin vom 3.10.2018 zum Thema Lunch

Der Tagesspiegel über Schulessen und den Elternbeitrag

WDR, Quarks&Co dazu, warum Menschen mittags essen sollten – „Fünf Fakten für das Mittagessen“   – handgeklöppelt von der Chefredakteurin

Ausführlicher Beitrag zum Kulturkampf um das Mittagessen von 2017 mit historischem Hintergrund

 

Essen mit Kindern – erzählt von zuhause! In der SZ tobt der Wahnsinn am Familientisch

Ein beliebiges Familienessen wird zum Desaster, weil die Kinder nörgeln und die gestressten Eltern nicht anders können als entnervt zu reagieren. Normaler Alltag, findet eine Autorin in der SZ. Wir finden das nicht. Wir finden: Weder mit Kinder noch mit Essen noch mit der kostbaren Familienzeit geht man so um. (Beitrag von 2015)

Kind hält sich Teller vor das Gesicht, um ihn abzulecken.

Wenigstens schmeckt’s: Essen mit Kindern

 

Kinder tarnen sich nur als unfertige Erwachsene – in Wahrheit kommen sie von einem anderen Stern: Ihre Körper funktionieren nicht normal, deshalb können und mögen sie die natürlichsten Dinge nicht, schlafen, zum Beispiel. Oder auf den Topf gehen und sich erleichtern. Lieber ärgern sie die Mutter. Dann halten sie bösartig ein, wie Psychoanalytiker genau wissen. Vor allem aber befriedigen sie einen der elementarsten Triebe des Menschen nicht: Sie wollen nicht essen.

Natürlich stimmt das alles nicht. Davon bin ich zutiefst überzeugt, nicht nur aus eigener Erfahrung. Es ist sogar genau umgekehrt: Ein normales, gesundes Kind ist müde, schläft, geht aufs Töpfchen und isst gerne, weil es Hunger hat, denn sein Körper wächst rasant.

Nur wenn Mutter, Vater und sonstige Erziehungsberechtigte es dabei stören, etwa mit Beschimpfungen und schlechtem, lieblos serviertem Essen, klappt es nicht mit den natürlichen Trieben. Oder das Kind ist krank.

 

Eindrucksvoller Unterschied zwischen Mensch und Tier

Wie sollte es anders sein? Warum sollten Kinder die Bedürfnisse ihres Körpers nicht erfüllen wollen? Warum sollte ausgerechnet der Nachwuchs allesfressender Großaffen mit Attrappen und Ritualen zum Essen getrickst werden? Wo doch in der gesamten Tierwelt die Eltern von dem Moment an, in dem die Jungen auf der Welt sind, kaum damit hinterher kommen, den Kalorienbedarf der gefräßigen Brut zu befriedigen?

Aber natürlich gibt es einen Unterschied zwischen Mensch und Tier. Das bezeugen Regale voller künstlicher Kinderprodukte im Supermarkt unwiderlegbar: Wurst mit Gesicht, Käse mit bunten Flecken, Fruchtzwerge. Ebenso eindrucksvoll ist das Heer von Vorschlägen, wie man Kindern Gemüse, Fisch, Fleisch, Salat, Obst, Rohkost oder Käse unterjubelt.

Also alles außer Pizza, Pommes und Nudeln mit Soße. Die Tipps reichen von albern über ekelhaft bis ungehörig: Geben Sie Gemüse lustige Namen, lassen Sie die Kinder mit dem Essen spielen, ruhig auch mal werfen (!), empfiehlt DER SPIEGEL.

 

Ist das wirklich normal?

Wie es dann beim Essen zugeht in der modernen Durchschnitts-Familie, beschreibt Katja Schnitzler in der Süddeutschen Zeitung. Da hat sie eine Kolumne „Der ganz normale Wahnsinn – Leben mit Kindern“, und sie klagt: „Essen mit Kindern könnte so schön sein!“.

Wenn es nicht so traurig wäre, würde man darüber lachen und rufen: „Hey, erzähl doch mehr von zuhause!“. Aber leider ist die Szene ein Lehrstück für den entwertenden Umgang mit Kindern – und mit Essen.

Ein Fall für die Super-Nanny: Die Tochter im Schulkindalter möchte Nudeln ohne Soße. Weil sie aber Nudeln mit Soße bekommt, fängt sie an, mit den Fingern die Soße von den Nudeln abzustreifen, der kleine Bruder springt vom Stuhl auf, um der Schwester zuzusehen, der Vater herrscht beide Kinder an, vor Schreck verschluckt sich die Tochter, beim Krampfhusten stößt sie ein Glas Wasser um, der Sohn kippt vom Stuhl, sein Nudelteller zerschellt, die Eltern müssen die Scherben aufkehren und die Mutter ist am Ende so entnervt, dass sie den Kindern den Nachtisch wegreißt und einen sehr unappetitlichen hysterischen Anfall bekommt.

Das mal als Abriss. Ich verstehe die Eskalation in keinem einzigen Schritt. Der Kern ist: Die Tochter will ihre Nudeln ohne Soße – normal. Warum klatscht die Mutter ihr trotzdem Soße drauf? Und warum zwingt sie das Kind, diese Nudeln mit Soße zu essen, warum macht sie nicht einfach einen neuen Teller? Wieso weiß eine Mutter nicht, was ihre Tochter mag?

Und wenn sie es schon nicht weiß – was ist schwer daran, vor dem Servieren zu fragen: „Wie möchtest Du Deine Nudeln, Schatz?“ Vor allem: Warum darf sich ein Schulkind, das mindestens 7 Jahre alt ist, nicht selbst am Tisch bedienen?

 

Eltern am Rande der Ess-Störung

Ich hätte in der Familie auch nichts gegessen. Wobei der Fisch natürlich vom Kopf her stinkt, denn die Eltern haben selbst eigenartige Essgewohnheiten, wie die Autorin am Anfang offen beschreibt: Die Mutter macht bei der Arbeit keine Mittagspause, sondern verdrückt schnell ein Brot am Schreibtisch. Der Vater haut sich in der Kantine ohne Besinnung etwas rein und schmeckt nichts davon. Beide Eltern halten das für den ganz normalen Alltag: nichts oder achtlos essen, sich nicht entspannen, nichts schmecken.

Wenn die Eltern keinen Wert aufs Essen und auf sich selbst legen, was erwarten sie dann von ihren Kindern?

Kein Wunder also, dass es in dieser modernen Musterfamilie normal ist, einem Kind, das sich verschluckt hat, zu sagen, man müsse jetzt seine „Sauerei“ wegwischen. Oder den Kindern das Essen wegzureißen, wenn sie sich – altersgemäß – um Süßigkeiten zanken. Da fegt die Mutter das ganze Dessert vom Tisch.

Bei uns gab es einmal sonntags Eistorte zum Nachtisch. Als die geteilt werden sollte, herrschten verschärfte Bedingungen – meine Schwester und mein Bruder verdächtigten sich gegenseitig der Gier und des Betrugs. Ich bin die Mittlere und galt als etwas neutraler, deshalb haben die beiden mich damit beauftragt, zu teilen. Ich zog mit dem Messer Linien ins Eis, sofort haben die anderen mit dem Lineal nachgemessen, ob die Stücke gleich groß sind. Sie waren es nicht, ich musste nachjustieren.

Übrigens haben wir das unter uns in der Küche erledigt. Meine Eltern saßen derweil am Esstisch, tranken noch ein Glas Wein und amüsierten sich darüber, mit welcher Ernsthaftigkeit wir verhandeln. Als wir mit den geometrisch abgemessenen Stücken auf den Tellern wieder rauskamen, war alles geregelt.

 

Einblick in die Esskultur: amerikanische Verhältnisse

Aber zurück zur modernen Musterfamilie, in der die Mutter den Kindern das Dessert wegreißt. Nicht, dass der Nachtisch an sich zu retten gewesen wäre – denn es gibt eine Handvoll Gummibärchen. Wie bitte, Gummibärchen? Dieser künstlich gefärbte und aromatisierte, durch Düsen gedrückte Industrieschaumstoff?

Ich meine, jetzt mal ehrlich, es ist schon okay, dass Kinder ab und zu Gummibärchen essen. Aber so etwas hat doch bei einem Familienessen nichts zu suchen? Wie sollen Kinder lernen, echte, gute Speisen von Industrieimitaten zu unterscheiden, wenn die Eltern nicht imstande sind, zum Nachtisch einen Quark anzurühren? Wie sollen Kinder Geschmack entwickeln und Freude am Essen haben, wenn die Familie solches Zeug aus der Tüte frisst und die Mutter es sich händevollweise in den Mund stopft?

Da sollte vielleicht doch mal das Jugendamt vorbeischauen. Wobei – natürlich ist ein einziges Abendessen nur eine Momentaufnahme. Sicher machen Mutter oder Vater sonst immer köstliche Nachspeisen aus guten Grundstoffen: Milch, Sahne, Eier, Vanille, Schokolade, reifen Früchten?

Leider sprechen die „Nachtischvorräte“ dagegen, die die Familie offensichtlich für den ständigen Gebrauch gleich kistenweise lagert. Gezuckerter Bauschaum ist also fester Bestandteil der Esskultur in der modernen Familie. Amerikanische Verhältnisse. Die Folgen sind bekannt.

 

Vom Umgang mit den wichtigsten Dingen

Wer also wissen möchte, wie man es nicht macht, sollte sich jetzt aufmerksam den lustigen Artikel in der SZ-Erziehungskolumne durchlesen. Ich empfehle ihn allen Eltern mit Kindern zur Abschreckung: Das ist weder normal noch natürlich.

Und wenn so etwas mal vorkommt, sollte man nicht um Verständnis heischen und das eigene Niveau runterschrauben. Sondern lieber massiv gegensteuern, beim eigenen Verhalten: Weder mit Kindern noch mit Essen noch mit der kostbaren Familienzeit noch mit dem eigenen Körper geht man so um.

 

Erziehungskolumne in der SZ:  „Der ganz normale Wahnsinn“ über Essen mit Kindern 

 

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Sind Pommes nicht irgendwie auch Gemüse? Heuchelei beim Schulessen – und die FAZ haut auf den Tisch

 

Eine neue Studie ist rausgekommen: In Deutschlands Schulen ist das Essen schlecht. Denn es gibt zu viel Fleisch und zu wenig Gemüse. Das schreiben alle Zeitungen, Internetdienste und Sender darüber – zu viel Fleisch im Schulessen.

Die Studie stammt aus dem Bundesernährungsministerium und ist Chefsache von Minister Christian Schmidt. Und bei der Verpflegung für Kindertagesstätten sieht es genau so aus, wie eine Bertelsmann-Stiftung bei der Kita-Verpflegung im Sommer ermittelt hat: zu viel Fleisch, zu wenig Gemüse.

Die meisten Blätter geben diesen Konsens – man darf Kindern nicht so viel Fleisch vorsetzen – unwidersprochen, ohne Kommentar, brav aufbereitet wieder.

Vom Ministerium stammt der Titel „Zu viel Fleisch im Schulessen“ übrigens nicht, wie ein kurzer Anruf bei Pressesprecher Jens Teschke aufhellt. Nein, sagt er, das mit dem Fleisch war weder Hauptergebnis noch Hauptstoßrichtung der Studie.

Die Überschrift stammt auch nicht von ihnen, als eine Art Hauptbotschaft. „Das ist eine Interpretation der Medien“, sagt der Pressechef. Doch die sind sich erstaunlich einig darüber, wie eine Abfrage bei Google zu „Schulessen+Fleisch“ zeigt.

Die WELT sieht gleich die Katastrophe kommen: Was die Studie herausgefunden habe, so ein Videotext, zeige, dass „dieses Schulessen mit gesunder Ernährung nichts zu tun“ habe. Die Folge: übergewichtige Teenager, denn „das Essen in den ersten Lebensjahren“ sei entscheidend.

Spitz auf den Punkt bringt es der Text zum Video-Fenster der WELT auf der Artikelseite: „Eine Studie hat ergeben, dass es in vielen Schulen zu oft Fleisch und zu wenig Gemüse gibt. Das hat fatale Folgen.“

Der große Trend zum Übergewicht bei Kindern ist übrigens gestoppt

Schulessen ist Schuld am Übergewicht von Kindern? Alles was Recht ist – aber das hat die Studie todsicher nicht ergeben. Und es würde auch bedeuten, dass Kinder, die in einer Mensa essen, dicker sind als andere, oder öfter dick.

Das aber stimmt keinesfalls. Zumal der Trend zu mehr übergewichtigen Kindern sogar gestoppt wurde: Seit mehreren Jahren ist der Anteil der dicken Kinder nicht mehr weiter angestiegen. Diese „erstaunliche Trendwende“ zum Positiven haben die Universitäten Ulm und Jena erst kürzlich, im April 2014, vermeldet.

Ein Problem gibt es nur mit einer kleinen Gruppe, das sind die extrem fetten Kinder. Aber ihr Anteil ist gering, nur 6% aller Kinder. Natürlich gibt diese Studie keine komplette Entwarnung, das Problem Übergewicht besteht und ist gerade für Kinder noch groß. Aber Forscher selbst sind überrascht über die neue Perspektive und erklären sie mit dem Erfolg der Aufklärungskampagnen.

Das war damals auch in der WELT zu lesen, aber April ist natürlich lange her. Trotzdem bleibt zu vermerken: Der gestoppte Trend zum Übergewicht fällt zumindest in Deutschland zeitlich durchaus zusammen mit dem Anstieg des Anteils der Kinder, die in Schule oder Kita ein warmes Mittagessen bekommen. Das waren früher weniger, heute mehr. Das ist doch eine interessante Parallele, bei all dem Kantinen-Bashing – hat darüber eigentlich schonmal jemand nachgedacht?

Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!

Aber egal, wie immer wollen wir uns mit Peanuts nicht aufhalten. Der einzige interessante Kommentar inmitten des Geschimpfes auf das Schulessen kommt von der FAZ. Er geht auf die seltsame Heuchelei ein, die beim Umgang mit Kinderessen aufscheint. Jasper von Altenbockum haut kräftig auf den Tisch und spricht aus, was viele deutsche Eltern beklagen: Ihre Kinder mögen kein Gemüse. Sie mögen Pommes. Und Schnitzel.

Kein „Grünzeug“, kein „erwachsenes Gutessen“, wie der Autor sagt. Sein Fazit: Man soll den Kindern halt geben, was ihnen schmeckt, und ansonsten mit dem Gejammere über das Schulessen, zu wenig Auswahl und zu wenig Gemüse aufhören. Im Zweifelsfall gilt: Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt!

Nun gut. Das hört nicht jeder gerne. Bleiben wir also beim Essen und applaudieren wir sicherheitshalber nicht gewissen konservativen Erziehungsmaximen. Fakt ist: Deutsche Kinder mögen, wie es scheint flächendeckend, kein Gemüse. Aber können denn Pommes frites, aus gesunden Kartoffeln, mit viel Vitamin C, nicht gelegentlich mal als Gemüse durchgehen?

Okay, das ist wohl nicht konsensfähig. Dann vielleicht das: Warum sollten die Kinder anders sein als ihre Eltern? Schließlich hat auch der mündige Bürger den „Veggie-Day“ für alle letztes Jahr abgestraft, sehr zum Ärger der Grünen. Mein Bauch gehört mir, haben die Deutschen gesagt, fleischloses Zwangsessen lassen sie sich nicht verordnen.

Bei Kindern sieht das allerdings anders aus, da ist man sich schnell einig: Fleisch, igitt! Und zu wenig Gemüse! Das geht nicht. Aber wo soll die Liebe zum Gemüse herkommen?

Fleisch für Erwachsene – und irgendwas für Kinder?

Kindern, das sagt vor allem die Deutsche Gesellschaft für Ernährung DGE, sind in Kantinen maximal zwei Fleischportionen in der Woche zu geben. Das bedeutet, falls sich aus Versehen auch die Eltern an die DGE-Empfehlungen halten, gleich fünf niedliche Veggie-Days für die lieben Kleinen, an denen es, tja, was gibt? Gemüse? Obst?

Nein, natürlich nicht. Da würden die Kinder nicht nur protestieren, sie würden auch Wachstumsstörungen bekommen.

Stattdessen gibt es Kinderessen: Nudeln mit Soße, Pfannkuchen, Milchreis und dergleichen. Bestenfalls, wenn sie nämlich in der Schulkantine speisen. Sind sie auf ihre Eltern angewiesen, läuft es in vielen Familien auch auf Chips, Butterstullen, Süßigkeiten oder eine Industriepizza aus dem Ofen hinaus.

Ob das wiederum im Sinne der Erfinder – der DGE – ist, ist sehr fraglich. Wobei es sowieso schon seit Jahren bei Kritikern gärt, denn es ist unklar, ob diese DGE-Richtlinien für Gemeinschaftsverpflegung überhaupt wissenschaftlich begründbar und sinnvoll sind. Böse Zungen sagen: Nein.

Wann ist eine Ernährung eigentlich ausgewogen?

Aber das gehört nicht hierher. Jetzt reicht es, deutlich zu machen: Das Mittagessen ist nur eine Mahlzeit unter mehreren am Tag. Es muss nicht einmal „ausgewogen“ sein. Ausgewogen soll die Ernährung nur im Wochendurchschnitt sein, meinen Experten. Wenn es also mittags Schnitzel mit Pommes gibt, gibt es zum Abendessen Salat, mal Obst zu irgendeiner Mahlzeit, oder etwas Rohkost als Beigabe am nächsten Tag.

Dafür sind die Eltern zuständig. Sie können dafür sorgen, dass ihr Kind in ihrem Verantwortungsbereich eine andere Auswahl bekommt als in der Schule. Und schwupps, ist die ganze Ernährung des Kindes „ausgewogen“. Ausgewogenheit hängt nicht an einer einzigen Mahlzeit.

Kinder als geborene Gemüsehasser – ist das so?

Interessant ist aber noch etwas: Was hat es denn eigentlich mit den seltsamen Vorlieben der – deutschen – Kinder auf sich, die angeblich kein Gemüse mögen? Auch für den FAZ-Mann scheint es ja gottgegeben, dass der eigene Nachwuchs Grünzeug verschmäht.

Nun, so ist es nicht. In anderen Ländern essen Kinder öfter Gemüse, etwa in Italien, in Griechenland, in der Türkei. Weil es die Eltern essen, siehe oben: Wenn die Eltern kein Grünzeug mögen und es den Kindern nicht nahe bringen, lehnen diese folgerichtig das Kaninchenfutter in der Schule ab. Und die Hoffnung, die Schule könne das erreichen, was im Elternhaus geleistet werden muss, ist nicht nur beim Essen verfehlt.

Aber anderswo ist die Welt auch nicht besser. Denn auch in anderen Ländern lieben Kinder das, was richtig satt macht, mehr als das ortsübliche Gemüse: In Italien sind das Nudeln und Pizza. In Asien ist es der Reis. Sonstwo Mais, Yams, Hirse, Kartoffeln. Wo es Fleisch gibt, lieben Kinder Fleisch. Und sie mögen Fett und Süßes.

Warum Kinder Nudeln, Pizza, Pommes und Schnitzel lieben

Fällt jemandem etwas auf? Kinder lieben energiereiches Essen. Sie brauchen auch viel Energie, weil ihr Körper einen höheren Kalorienbedarf hat als der Körper des Erwachsenen. Kinder haben im Vergleich zu Erwachsenen einen viel höheren Grundumsatz im Verhältnis zur Körpermasse – weil sie wachsen.

Wachsen kostet Energie. Und das ist eine sehr plausible Erklärung für die scheinbar seltsamen Nahrungsvorlieben von Kindern, wie Anthropologen vorgerechnet haben.  Der Fokus von Kindern liegt also mit einem gewissen Recht auf Energie und Kalorien.

Dazu kommt, dass Kinder im Verhältnis zu ihrer Körpermasse auch noch einen höheren Eiweiß- und Fettbedarf haben. Denn ihre Zellen teilen sich schnell, und auch Gehirn und Nervensystem wachsen.

Deshalb greifen Kinder auf der ganzen Welt gerne bei der Stärkebeilage, dem Fett und dem Fleisch zu, wo immer das möglich ist. Also bei Schnitzel mit Pommes, zum Beispiel.

Daher ist das erstmal kein Grund zur Beunruhigung. Ob ein Kind gesund ernährt wird, kann man daran sehen, dass es normalgewichtig ist und sich altersgerecht entwickelt. Dann darf es eine Zeitlang auch mal wenig Gemüse und Obst sein.

©Johanna Bayer

SZ-Artikel zur Studie ist nicht mehr online, Stand 2016

WELT-Artikel und Video zur Studie

FAZ-Kommentar von J. v.Altenbockum

Geld und so: Ja! Man kann jetzt spenden. Natürlich völlig freiwillig. 1 Euro würde schon reichen, mehr ist möglich – einfach ins Sparschwein stecken.

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