Bauchgefühl genügt: Der Fall Relotius, DER SPIEGEL und das Schreiben über Essen

DER SPIEGEL hat jahrelang einen Betrüger beschäftigt und will nichts gemerkt haben – dabei checkt die Redaktion angeblich akribisch alle Fakten in den Artikeln. Doch dieses System hat nicht nur beim talentierten Herrn Relotius versagt: Es funktioniert auch nicht beim Thema Ernährung.

Das Haus an der Ericus-Spitze in Hamburg. Hier hat keiner was gemerkt.

Zum Spiegel-Skandal rund um den Betrüger Claas Relotius kann sich Quarkundso.de ein paar Bemerkungen nicht verkneifen.

Schließlich dreht sich die Sache nicht nur um einen einzigen Hochstapler. Sondern um die Glaubwürdigkeit von Journalisten generell. Lügen die jetzt alle? Wem kann man glauben? Und was kann man überhaupt wissen? Diese Fragen stehen im Raum und verstärken die seit Jahren grassierende Medienskepsis.

Dabei ist klar, dass sich es nicht nur unter Journalisten Betrüger gibt: Wissenschaftler fälschen Daten, Ärzte panschen Medikamente, Politiker lassen sich schmieren, Banker zocken mit fremdem Geld. Und zwar dann, wenn sie sich schon einen Vertrauensvorschuss erworben haben.

Das ist das Perfide an den rund zwei Prozent Psychopathen unter uns: Sie können sich als besonders vertrauenswürdig, bescheiden, charmant und ehrlich geben, wie Psychologen gezeigt haben.

So wurde übrigens auch der talentierte Herr Relotius von seinen Spiegel-Kollegen beschrieben.

 

Keiner hat was gemerkt

Der Betrug tut besonders weh, weil es sich bei den allen Berufsgruppen um Felder handelt, in denen Ehrlichkeit die zentrale Anforderung ist. Der bestimmende Wert, den der Bürger, Patient, Kunde voraussetzt – die Bedingung, unter der das Geschäft erfolgt.

Auch die Unternehmenskultur in den Verlagen und Medienhäusern steht in Frage, zu Recht. Hat da keiner etwas gemerkt, in all den Jahren? Ist keinem leitenden Redakteur oder Personaler mal aufgefallen, dass mit Relotius als Person und mit seinen Geschichten etwas nicht stimmt?

Über den Einzeltäter hinaus geht es also bei der Debatte um mehr: um die Einhaltung der Berufsgrundsätze, um die Ethik und das Handwerk im Journalismus, um Deformationen in diesem Metier, um Persönlichkeitsstörungen und Marotten, die sich einschleichen und unter Umständen die Wahrnehmung beeinflussen.

Und um das, was im Wirtschaftsjargon Qualitätssicherung heißt.

 

Essen kann doch jeder

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Die Goldenen Blogger: Nominiert als einer der vier besten Foodblogs 2015

Diese wiederum ist das Ziel von Quarkundso.de: Wir sind 2014 angetreten, um einen bescheidenen Beitrag zur Qualität in der Ernährungsdebatte in den Medien zu leisten.

Na gut, das ist zu brav ausgedrückt.

Die Chefredakteurin war, nach intensiver Arbeit zu Ernährungsthemen für einschlägige Sendeanstalten, erstaunt ob der vielen irreführenden, schlecht recherchierten, schlampigen oder ideologischen Berichte von Kollegen. Und dachte, das könnte ein lustiger Blog werden.

Es wurde natürlich nur so mittellustig, weil es so viel Schrott über Essen und Ernährung gibt, dass wir gar nicht hinterherkommen.

Trotzdem, die jahrelange Wühlarbeit von Quarkundso.de hat ein Gutes: Wir konnten erstmals die geheime Maxime in deutschen Redaktionen aufdecken. Sie lautet: Essen kann doch jeder! Und einen eigenen Geschmack hat auch jeder – also munter drauflosgeschrieben, besonders als Praktikant oder Volontärin.

 

Die Regeln des Handwerks reichen

Dazu gleich mehr, zuerst kehren wir kurz zum Spiegel zurück: Dort fasst man sich jetzt an die eigene Nase und hat die Verträge für die Redakteure, die Relotius jahrelang geführt und protegiert haben, ausgesetzt.

Zu ihrer Ehrenrettung stellte die Chefredaktion ausführlich dar, welche Sicherungsmaßnahmen das Haus trifft und dass es dazu eine grandiose Faktencheck-Abteilung, genannt „Dokumentation“, kurz „Dok“, unterhält: Es sei die beste im ganzen Land. Über 70 Mitarbeiter checken akribisch jede Zahl, Statistik oder Behauptung, die ins Blatt soll.

Dumm nur, dass dieses System bei Relotius versagt hat und bei Auslandsreportagen ohnehin überfordert ist. Da kann wirklich nicht alles überprüft werden. Stattdessen genießen verdiente Schreiber Vertrauen, die Einflugschneise für Betrüger.

Aber es bräuchte gar keine akribische Qualitätssicherung, wenn Journalisten und Redakteure die Grundsätze ihres Berufs einhalten würden – oder könnten. Die Pflicht zur Sorgfalt der Recherche und den Grundsatz der Wahrhaftigkeit müssen alle beachten, auch wenn ihnen keine Dokumentare auf die Finger sehen.

Wenn noch ein paar fachlich halbwegs informierte Redakteure ihre Textarbeit ernst nehmen, sollte außer Kleinigkeiten nicht viel schiefgehen.

Doch da liegt es immer öfter im Argen, im ganzen Metier. Schon länger beklagen Insider einen „abnehmenden Sachverstand in den Redaktionen“, vor allem aber verhindern Zeit- und Kostendruck die gute Qualität.

 

In den großen Ressorts sind alle vom Fach

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Wissenschaftsblog 2015: Sonderpreis der Redaktion „Wissenschaft kommuniziert“

Interessanterweise kommen in dieser prekären Lage, die nun wirklich alle Verlage und Sender betrifft, die unscheinbaren Lokaljournalisten am besten weg: Sie können bei ihren Geschichten nicht schwindeln, erklärte Hannah Suppa vom Lokalzeitungshaus Madsack, weil sie sonst sofort den Bürgermeister oder einen aufgebrachten Stammtisch vor der Tür haben.

Es ist auch nicht so, dass es nur schlechtes Personal gibt.

Im Gegenteil, bei den Qualitätsmedien ist es Voraussetzung, dass die Autoren ihr Thema kennen: So schreiben in der Politik Politikwissenschaftler, Historiker oder Soziologen; in der Wirtschaft Volkswirte und Juristen, im Sport natürlich Sportwissenschaftler und Aktive, im Feuilleton Literatur- und Kulturwissenschaftler.

Daher kommen Fehler zwar vor, aber sie sind nicht die Regel.

Analysen oder Positionen der Autoren müssen mindestens nachvollziehbar begründet sein und die Expertise des Autors zeigen. Plumpe Spekulationen oder populistischen Quark ins Blatt zu stellen, macht außer der Bild-Zeitung mit „Post von Wagner“ kein Haus, das einen Ruf zu verlieren hat.

 

Was qualifiziert für Schreiben über Essen?

Beim Essen aber ist alles anders. Da greifen keine Sicherheitsmaßnahmen.

Für dieses Thema gibt es weder ein einheitliches Ressort noch eine passgenaue Ausbildung, die für das Schreiben über Essen qualifiziert. Stattdessen dominieren Bauchgefühl, eigene Gewohnheiten und Mut zur Lücke das Feld.

Eine Rolle spielt natürlich auch, dass Foodthemen meistens im Servicebereich landen, wo sie, wie Gesundheit, Wellness und Reisen, rücksichtslos den Marketinginteressen unterworfen sind: Nach Saison, nach Klicks, nach Quote wird durchformatiert, dass sich die Balken biegen.

Das Verzuckern von kritischen Berichten mit einem positiven Ende („nicht nur Verbote, da muss noch was rein, was man darf“) oder Tipps („Nutzwert, Leute, Nutzwert! Wir brauchen eine Take-Home-Message, kannst Du da nicht noch einen Kasten machen?“), verzerrt kritische Betrachtung.

Auch lassen sich die Bedürfnisse bestimmter kaufkräftiger Zielgruppen nach Super-, Beauty- oder Brainfood nur mit Humbug und Halbwahrheiten befriedigen. Es sei denn, man verlässt das Geschäftsfeld.

Aber nun ja – wenn wir es nicht machen, macht es ein anderer. Alte Kaufmannsweisheit.

 

Schlampige Montage statt Journalismus

In dieser Klemme stecken auch die Qualitätsmedien, daher hatten wir auch den Spiegel schon mehrfach vor der Flinte.

Es gab ein paar Missgriffe zu dokumentieren, zum Beispiel als Interview getarnte Zitate, obwohl die Autorin mit der Expertin gar nicht gesprochen hatte; oder frei Erfundenes über den Kaloriengehalt der ehrenwerten Schwarzwälder Kirschtorte. Dabei hatten sich weder die Autorin noch ihre Redakteure bemüht, in eine Kalorientabelle zu schauen. Das Ergebnis war grottenschlecht.

In einem anderen Fall wurden, weil gerade Saison war, DPA-Meldungen zu einem Artikel über Weihnachtsplätzchen montiert. Darin standen Aussagen, die in einem qualifizierten Stück im eigenen Haus schon ausdrücklich widerlegt und als Mythos entlarvt worden waren.

Die Service-Redaktion, in deren Ressort der Artikel zur Weihnachtsbäckerei fiel, entblödete sich aber nicht, beide Texte zu verlinken, weswegen der eine dem anderen widersprach, jeweils mit größten Aplomb.

So eine mechanische und sinnfreie Montage ohne Rücksicht auf die Inhalte ist vielleicht modernes Content-Management. Ordentlicher Journalismus ist das nicht.

 

Außer Kontrolle: Spiegel online

Nun handelte es sich bei diesen beiden schlechten Beispielen um Artikel von Spiegel online, dem digitalen Ableger. Da geht es anders zu als in der gedruckten Ausgabe, es gibt nämlich beim SPON keine Kontrolle durch die Dok.

Grund, nach Angaben des Hauses: Es wäre einfach zu viel Arbeit.
Das steht tatsächlich in einem Text, den zwei Mitarbeiterinnen der ehrenwerten Dokumentationsabteilung beim Spiegel 2017 über ihre Arbeit ins Netz stellten:

Auch in der SPIEGEL-ONLINE-Redaktion unterstützen Dokumentare die Redakteure bei der täglichen Berichterstattung. Anders als beim SPIEGEL-Magazin kann hier nicht jeder einzelne Text überprüft werden; das wäre bei weit über hundert Artikeln pro Tag nicht zu bewältigen. Dazu bleibt hier auch oft zu wenig Zeit, anders als bei einem wöchentlich erscheinenden Magazin.

Quelle: Spiegel online vom 16.8.2017 „So arbeiten die Unsichtbaren“

Fazit für den Leser: Man kann und muss bei SPON davon ausgehen, dass ohne Bedenken auch Mumpitz ins Netz gestellt wird.

Aber gerade bei Online-Kanälen scheint es widersinnig, dass die schiere Masse der Grund dafür sein soll, beim in einem Qualitätshaus auf den Faktencheck zu verzichten: Sollte man nicht gerade im digitalen Kanal prüfen, weil Fehler rasend schnell um die Welt gehen – und ewig im Netz stehen bleiben?

Natürlich, der Zeitdruck ist hier noch höher, und es muss alles noch viel billiger sein, in der schnelldrehenden Onlinewelt.

Aber schließlich segelt die digitale Ausgabe unter der Dachmarke, die die angeblich beste Dokumentationsabteilung des Landes hat. Also müsste man doch ehrlicherweise die Schnellschüsse des SPON mit einem Warnhinweis versehen:

„Vorsicht, nicht nach den strengen Qualitätskriterien des Hauses geprüft! Kein echtes Spiegel-Produkt!“

 

Disclaimer für SPON: Vorsicht, nicht geprüft!

Beim Focus kann man einen solchen Disclaimer lesen, wenn ein Beitrag von einer Agentur stammt:

„*Der Beitrag „Jörg Kachelmann: „Ich kriege mein Leben zurück““ stammt von Teleschau. Es gibt keine redaktionelle Prüfung durch FOCUS Online. Kontakt zum Verantwortlichen hier.“ (Gemeint ist der Verantwortliche bei der Teleschau, Anm. von Quarkundso.de)

Auch das Spiegel-Ableger Bento nutzt einen solchen Hinweis, denn Bento übernimmt Material von Reddit. Das ist ein Social-Media-Portal, auf dem jeder irgendwelche Geschichten oder Erlebnisse eintragen darf, bis auf Strafrechtliches völlig ungefiltert.

Diese Storys verwurstet Bento zu Artikeln und stellt dazu einen tapsigen Hinweis auf die Seite:

 

Quelle: Bento.de

 

Dieser Text ist frech.

Denn Bento kommt vom Spiegel, hey, das ist doch der Laden mit der besten Dok des Landes, wenn nicht Europas! Da liegt es überhaupt nicht „in der Natur der Sache“, dass nicht alles „gegengecheckt“ werden kann.

Die Frage ist viel eher: Warum übernimmt man diese Räuberpistolen? Welchen Wert haben wilde Geschichten in einem Erzeugnis mit Spiegel-Siegel, wenn von vornherein feststeht, dass sie keine journalistischen Texte sind und frei erfunden sein können?

Und wieso wird die Verantwortung auf den Leser abgewälzt, der eine „gesunde Skepsis“ wahren soll, während die Bento-Schreiberlinge ihren eigenen Verstand offensichtlich in der Ericus-Spitze am Empfang abgeben müssen? Wird sonst die Seite nicht voll?

Fairer wäre es, so klar wie beim Focus zu sagen, dass es keine redaktionelle Prüfung gibt.

Aber Quarkundso wäre nicht Quarkundso, wenn wir jetzt keinen Service liefern würden. Hier daher ein passender Disclaimer:

„HINWEIS ZU REDDIT

Reddit ist eine spannende Plattform, die viele unserer Leser interessiert. Oft liefern dort Insider ungewöhnliche Einblicke, und es gibt Storys, an die wir selbst nicht herankommen. Wir übernehmen daher Themen und Geschichten von Reddit, weisen aber darauf hin, dass wir sie nicht redaktionell prüfen.“

Bitte, gern geschehen.

 

Systematische Unschärfe

Wobei die schlechte Qualität der Online-Artikel für alle großen Häuser gilt, ob Stern oder Spiegel, SZ oder FAZ: Online bedeutet nicht nur schnell. Es bedeutet in der Regel auch billig. Die Masse der Artikel schaffen Jungautoren, Journalistenschüler oder Gelegenheitsschreiber ran, für erbärmliches Geld.

Aber auch altgediente Kräfte, die im Hochsicherheitstrakt schreiben, schlüpfen durch das Netz der Dok.

Jörg Blech, lange Jahre Wissenschaftsredakteur beim Spiegel, stellte im April 2018 eine Anklageschrift zu Zucker ins Hauptblatt. Diese bestand zu einem guten Teil aus Passagen seines 2017 erschienenen Buches und nur ein einziger Mediziner wurde konkret zitiert, allerdings sehr einseitig.

Im Text spricht Blech mit systematischer Unschärfe von Zucker, wenn er Blutzucker meint, nämlich Glukose aus Verdauungsvorgängen. Damit suggeriert er den Lesern, dass der normale Haushaltszucker das Blut verklebt und die Adern ruiniert.

So ist es aber nicht, wie Quarkundso.de schon pedantisch anmerkte. Diese irreführende Darstellung hätte jemand in der Spiegel-Dok auflösen können. Schließlich sitzen dort angeblich Mediziner und Biologen. Eine kritische Prüfung hätte die reißerische Hauptthese – Zucker verklebt das Blut und macht daher Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes – gekippt.

Und damit die ganze Story.

 

Ausschnitt aus Anreißer-Text Spiegel-Online mit Artikel zu Zucker aus Ausgabe 15/2018, Text: "Übergewicht, Erblindung, Herzinfarkt -Forscher überführen Zucker als wahren Krankmacher. Doch die Ernährungsindustrie unternimmt alles, um die Gefahren zu verschleidern."

Zucker als Bösewicht, die Industrie als Giftmischer – und das im SPIEGEL. Der Artikel von April 2018 erschien nachträglich in voller Länge bei Spiegel online.

 

Nicht immer sachkundig: die heilige Dok

Das ist aber nicht geschehen – möglicherweise, weil in Wahrheit viel mehr Romanisten, Anglistinnen, Kunsthistoriker und Buchhändlerinnen in der Dok sitzen als Physiker, Biologen und Mediziner, die der Spiegel nennt.

Das legen Recherchen nahe, die die Investigativ-Abteilung von Quarkundso.de in einem vergleichbaren Qualitätshaus vorgenommen hat, verdeckt, versteht sich.

Dort googeln Teilzeitkräfte nach Zahlen und schauen nach, was so im Internet steht („Ich konnte dazu im Netz nichts finden, woher kommt die Statistik?“ „Sie haben einen Anatomie-Atlas verwendet? Den müssen Sie uns einscannen. Wir haben sowas nicht.“). Auch beziehen sie sich gerne auf fehlerhafte Artikel von Kollegen.

Wie auch immer: Es gibt berechtigten Grund zum Mäkeln an journalistischen Erzeugnissen, an Tendenz und Ideologie, an Fehlern oder Unschärfen.

Es ist auch gut, auf noch mehr Qualität zu dringen. Und es ist gut, dass die Debatte schon seit Längerem einen Selbstreinigungsprozess ausgelöst hat, was Formate wie Faktenchecks oder die „Was wir wissen“-Ticker bei Attentaten zeigen.

 

Schreiben nach bestem Gewissen

Meinungsbetonte Gattungen wie Kommentar, Essay, Kolumne oder Glosse aber abzuschaffen und von Journalisten „objektive“ und „neutrale“ Berichterstattung zu verlangen, wie es die Lügenpresse-Schreier tun, ist natürlich Unsinn.

Wer neutrale Berichterstattung will, kann sich die Aushänge der Stadtverwaltung ansehen.

Journalisten sind dazu da, Informationen einzuholen und sie auch einzuordnen. Sie bewerten die Fakten und sondieren die Lage, sie geben Prognosen und Einschätzungen ab, und zwar nach eigenen, profunden Kenntnissen, anhand gesicherter Zusammenhänge, seriöser Argumente oder auch plausibler Vermutungen.

Alles das ist möglich und legitim. Quarkundso.de wird daher auf dem Feld der Ernährung auch im neuen Jahr kräftig mitmischen, insbesondere bei den plausiblen Vermutungen.

Wir gehen dabei, wie unsere Kollegen, beim Thema Essen nur nach dem eigenen Bauchgefühl vor, gestützt von Omas Wissen – und wir haben mehrere Omas, da ein Opa zweimal geheiratet hat und überhaupt die Familie weit verzweigt ist.

Dafür beschäftigen wir in der hauseigenen Dokumentation ausschließlich erfahrene Fachkräfte, die dieselben Bücher gelesen haben wie die Chefredakteurin, aber auf keinen Fall mehr wissen. So kann garantiert nichts schiefgehen.

©Johanna Bayer

 

SPON zur Arbeit der Dokumentation  von 2017 – und dass sie bei Spiegel online eben nicht alles checkt

Die SPIEGEL-Chefredaktion am 19.12.2018 zu ihrer berühmten Abteilung Dokumentation anlässlich des Falls Relotius: Physiker, Historiker, Biologen und Islamwissenschaftler

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