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BRIGITTE.de: Online first und Chaos mit Kokosöl

 

coconut-1125_1280Eine einzige Schlagzeile kann den Ruf ruinieren. Sowas hat jetzt ein altehrwürdiges Nahrungsmittel getroffen, nämlich das Kokosöl.

Die Kokosnuss und ihr Fett sind traditionelle und sehr geschätzte Nahrungsmittel rund um die Welt – in Süd- und Südostasien, Afrika und Südamerika, im ganzen Pazifik, in der Karibik. Überall, wo Kokospalmen gedeihen, sind Kokosfleisch, Kokosmilch und Kokosöl jeden Tag im Essen. Im Ayurveda und in anderen Volksheilkunden genießt die Kokosnuss sogar den Status eines Heilmittels.

Nicht aber in den USA. Dort und in gewissen westlichen Industrieländern, deren Kernkompetenz bekanntlich gesunde Ernährung ist – zum Beispiel in England – beäugt man das Fett der Kokosnuss missgünstig.

Das duftende native Kokosöl hat in den letzten Jahren nämlich gewaltige Verbreitung gefunden, seit hippe Clean-Eating-Vertreter, die gesamte Low-Carb-Fraktion, Fans der Keto-Ernährung sowie Veganer das Kokosfett entdeckt haben.

Seit 1980 hat sich die Kokosnussanbau verdoppelt, und das hat seinen Grund: Natives Kokosöl eignet sich zum Braten, etwa von Gemüse und Fisch, schmeckt gut und ist in der Küche vielseitig zu verarbeiten, Tiere müssen dafür nicht sterben und als nachhaltiges Bioprodukt ist es auch noch zu haben.

 

Olle Kamellen über Fettsäuren – und die Wildcard für Quarkundso.de

Die American Heart Association (AHA) wollte im Juni 2017 diesem Treiben Einhalt gebieten – mal wieder. Das ist nicht das erste Mal, dazu kommen wir noch.

Jedenfalls hat die AHA eine aktuelle Empfehlung zum Thema Nahrungsfett verbreitet, in der sie olle Kamellen zu gesättigten Fettsäuren wiederkäut und sich neben Milchfett auch das Kokosöl im Vergleich zu mehrfach ungesättigten Fettsäuren aus Pflanzenölen vornimmt.

Die Sache ging gewaltig durch die Presse, und zwar unter diesem Titel „Kokosöl genauso ungesund wie Butter“; international klang es noch schlimmer: „Coconut is as unhealthy as beef fat and butter“.

 

Screenshot Google-Suche zu "Kokosöl so ungesund wie Butter", lauter identische Überschriften

Screenshot Google-Suche zu “Kokosöl so ungesund wie Butter”

Schlagzeile_englScreenshot Google-Suche zu "Coconut Oil as Unhealthy as Butter" auf Englisch, identische Schlagzeilen

Screenshot Google-Suche zu “Coconut Oil as Unhealthy as Butter” auf Englisch

An der hysterischen Fledderei nahm auch BRIGITTE.de teil, der Online-Ableger des alten Gruner&Jahr-Flaggschiffs BRIGITTE. Nicht, dass sie im Kern etwas anderes getan hätte als die anderen. Aber die flotte Digital-Brigitte war in der Behandlung der Materie so mustergültig kurz wie doof.

Das hat ihr eine der begehrten Wildcards für Quarkundso.de eingebracht.

 

Salopp abgefertigt

Das Portal für die junge Zielgruppe der BRIGITTE hat also mit schönen Kokosnussbildern die saftige Schlagzeile aufgenommen. Die stammt vermutlich aus der Agenturmeldung der DPA, darauf weist das stereotype Erscheinen in Dutzenden von Publikationen hin, wie im Screenshot oben zu sehen: Alle hatten dieselbe Überschrift.

 

Screenshot BRIGITTE.de: "Experten warnen: Kokosöl ist genauso ungesund wie Butter" - Bild mit Schlagzeile und Koksonüssen

Screenshot BRIGITTE.de: “Experten warnen: Kokosöl ist genauso ungesund wie Butter”

Im Artikel fertigt die Autorin das Kokosöl kurz und salopp ab: „Wir“ haben uns in den letzten Jahren Kokosöl auf die Haut, in die Haare und insbesondere ins Essen geschmiert. Doch das sei gar nicht gesund, wie US-Forscher festgestellt hätten: Kokosöl sei kein Wundermittel, denn es enthalte überwiegend gesättigte Fettsäuren, mehr als Butter oder Schweineschmalz.

Gesättigte Fettsäuren, so der Text weiter, erhöhen den LDL-Cholesterinspiegel, das sei ein Risikofaktor für Herzinfarkt. Außerdem sei in Studien bewiesen worden, dass Menschen, die mehr ungesättigte Fettsäuren zu sich nehmen, ein um 30 Prozent geringeres Risiko haben, an Herzinfarkt oder Schlaganfall zu sterben.

Daher solle man statt zu Kokosöl lieber zu ungesättigten Fettsäuren greifen – „die stecken in Avocados, Nüssen, Olivenöl und Fisch.“

 

Meldungsklittern nach Schema F

Der kleine Artikel ist so oberflächlich und lieblos gestrickt, dass klar wird: Die Autorin hat nur die DPA-Meldung gelesen, natürlich nicht das Original-Paper der AHA. Sie hat auch nicht weiter recherchiert oder sich über Kokosöl informiert. Sie hat keine Experten befragt und geht auch nonchalant darüber hinweg, dass das eigene Blatt endlos Rezepte mit Kokos und Kokosfett angeboten hat, die noch online stehen.

Überdies hat sie keine Vorstellung davon, was man mit Kokosöl in der Küche macht, sondern einfach den Agenturtext umgeschrieben – nach dem plattesten Schema F: Eine Studie? Was sagen die Forscher laut Meldung? Aha, man soll kein Kokosöl nehmen? Weil es so viele gesättigte Fettsäuren enthält?

Dann wird das wohl das Thema der Studie sein, folgert die Autorin:

„Wie Experten der “American Heart Association” jetzt herausgefunden haben, enthält Kokosöl sehr viele gesättigte Fettsäuren – und die sind bekanntlich nicht allzu gesund für unseren Körper.“

Einem CvD oder sonst einer Kontrollinstanz ist das nicht weiter aufgefallen. Das ist dumm. Denn natürlich war es gar nicht Thema der Studie, zu untersuchen, woraus Kokosöl besteht. Die Herzfachleute der AHA sind keine Chemiker.

Deshalb haben diese Wissenschaftler auch gar nicht „jetzt“ herausgefunden, dass Kokosöl voller gesättigter Fettsäuren steckt.

Auch nicht früher – sie haben es überhaupt nicht herausgefunden.

Dass Kokosöl zu 90 Prozent aus ungesättigten Fettsäuren besteht, ist schon bekannt, seit man weiß, was Fettsäuren sind – so etwa seit 1823. Noch im 19. Jahrhundert wurden sämtliche Fette und Öle chemischen Analysen unterzogen, für die Industrie, aber auch, weil Fett kriegswichtig war: der Nährstoff, dessen Verfügbarkeit an erster Stelle gesichert werden musste.

Nicht, dass das alles im Artikel hätte stehen müssen, Gott bewahre. Nur haben die AHA-Experten weder untersucht noch entdeckt, was im Kokosöl steckt.

 

Kokosöl in der Küche

Genauso unbedarft und unfreiwillig komisch ist der unvermeidliche Nutzwert-Tipp am Ende:

(…) Kokosöl nur in Maßen genießen und stattdessen lieber zu ungesättigten Fettsäuren greifen. Diese stecken etwa in Avocados, Nüssen, Hülsenfrüchten und Fisch.

Nun verwendet man Kokosöl überwiegend zum Braten, zumindest, wenn man in der eigenen Küche steht. Die Industrie verarbeitet es in Süßigkeiten, etwa in Kuvertüren von Konfekt und in der Füllung von Waffeln.

Da ist es natürlich barer Unsinn, als „Ersatz“ Avocados, Nüsse und Fisch vorzuschlagen – entstanden aus dem unsäglichen Zusammenklittern von Ernährungsempfehlungen aus Tabellen oder anderen, nur halb verstandenen Texten.

Das ist für ein renommiertes Frauenmagazin blamabel und kein gutes Zeugnis für Redaktion und die Autorin selbst. Dem Kürzel „jg“ nach, der unter dem Artikel steht, ist es übrigens eine Redakteurin, die Gesundheit und Ernährung als Spezialgebiet angibt. Ah ja.

 

“BRIGITTE – Igitte!”

Ein Wunder ist die Misere allerdings nicht.

Seit Print tot ist, müssen die alten Flaggschiffe auf Online setzen, doch was in den digitalen Ablegern, Portalen und Facebookseiten steht, segelt oft weit unter der redaktionellen Flughöhe des Hauptblatts.

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Und das wohl mit Absicht.

Gruner&Jahr schießt dabei mit der Qualitätsschere zwischen Print- und Online-Angeboten den Vogel ab. Das hat neulich auch Bildblog.de festgestellt, unter der schönen Überschrift „BRIGITTE – Igitte!“:

„Brigitte“ war mal eine ganz respektable Frauenzeitschrift. Bei Facebook ist „Brigitte“ zu einer Klickmaschine mutiert, die mit effekthascherischen oder gefühligen oder andeutenden oder irreführenden Überschriften und Teasern möglichst viele Leserinnen und Leser auf Brigitte.de locken will.

Der offensichtliche Qualitätsunterschied bringt selbst die altgedienten Redakteurinnen der BRIGITTE-Redaktion in München in Verlegenheit.

Nach dem Online-Angebot befragt und wie das denn kommen könne, hob eine abwehrend beide Hände: Um Gottes Willen, also, damit habe man nichts, aber auch gar nichts zu tun! Das sei redaktionell komplett getrennt, ganz andere Leute, die seien in Hamburg und man selbst arbeite natürlich ganz anders!

Bestimmt. Ganz sicher sogar.

Verantwortlich für die Onliner in Hamburg ist seit 2016 aber eine neue Digital-Chefin, eine frühere Springer-Journalisten mit dem schönen Namen Eva Pfundflasche. Über sie meldet Gruner&Jahr stolz:

Seit ihrem Start konnte die ausgewiesene Digital-Expertin die Reichweite von brigitte.de verdoppeln und die Marke zurück an die Spitze des Wettbewerbs führen. Brigitte zeigt heute auf allen digitalen Kanälen ein junges, modernes Gesicht. Die Leserschaft insbesondere in den begleitenden Social Media Angeboten hat sich deutlich verjüngt, hier adressiert Brigitte erfolgreich die Zielgruppe 20-34 Jahre.

Ach so. Dann haben wir das jetzt verstanden.

 

Was ist denn nun mit dem Kokosöl?

Damit darf die Sache aber nicht enden. Denn Quarkundso.de, das Ernährungsportal Ihres Vertrauens, sieht sich demselben Druck ausgesetzt wie die billigen Online-Angebote: Wir stehen nämlich auch unter dem Zwang, Nutzwert zu liefern und alles leicht, lustig, in Häppchen und verständlich zu servieren.

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Daher kurz zur Sache: Was ist mit dem Kokosöl und der AHA?

Die American Heart Association (AHA) hat am 26.6.2017 eine allgemeine Empfehlung zu Nahrungsfetten herausgegeben. Sie gilt nicht ausschließlich dem Kokosöl. Es ist ein Positionspapier zu gesättigten Fettsäuren und Nahrungsfetten allgemein. Darin hat die AHA Studien aus 60 Jahren kommentiert, bis hin zu Fütterungsversuchen mit Affen.

Alles, was sie in ihrer Empfehlung schreibt, ist bekannt und nichts als die Wiederholung der alten amerikanischen Anti-Fett-Doktrin: Raus mit den gesättigten Fettsäuren aus der Nahrung! Diese Doktrin vertritt man in den USA schon seit den 1950er Jahren. Immerhin erwähnt die AHA nebenbei korrekt, dass es heute keine Begrenzung der Fettmenge in der Nahrung mehr gibt und dass, Achtung, der Ersatz von Fett durch Kohlenhydrate und Zucker negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Dass Kokosöl wegen der ungesättigten Fettsäuren angeblich ungünstig sein soll, stand aber auch schon in den amerikanischen Ernährungsempfehlungen von 2010, den Dietary Guidelines.

In dasselbe Horn – gegen das Kokosöl – stoßen auch andere Institutionen wie 2016 die British Nutrition Foundation, eine nationale Ernährungseinrichtung in England, wieder ohne Zweifel ein Land mit höchster Ernährungskompetenz.

Hintergrund ist natürlich, dass es in der Wissenschaft seit Jahren immer mehr Stimmen gibt, die traditionelle Nahrungsfette mit einem natürlichen Gehalt an gesättigten Fetten rehabilitieren. Die wissenschaftliche Wiederentdeckung der Butter wurde vom TIME MAGAZINE schon 2014 auf den Titel gehievt („Eat Butter!“). Milchfett, das viele gesättigte Fettsäuren enthält, ist gerade schwer im Aufwind: Nein, es verursacht keinen Herzinfarkt und führt auch nicht langfristig zu schlechteren Cholesterinwerten. Das Gegenteil scheint der Fall zu sein, speziell Milchfett wirkt sich sogar günstig aus auf den Cholesterinspiegel und bei vielen Krankheiten aus. Kokosöl ist zurzeit das Lieblingskind der Fettfreunde, und es werden ihm viele günstige Wirkungen auf Stoffwechsel, Gehirn und Immunsystem nachgesagt. Interessant ist das allemal, beinhart bewiesen aus Sicht der Kokos-Kritiker noch nicht.

Es ist aber in dieser Lage barer Unsinn, was in der – von den Nachrichtenagenturen erfundenen – Überschrift steht: „Kokosöl ist genauso ungesund wie Butter!“. Erstens ist Butter nicht ungesund, siehe oben. Zweitens hat selbst die AHA nicht gesagt, dass Kokosöl „so ungesund ist wie Butter“. Im Papier steht nur, dass das Austauschen von Butter gegen Kokosöl nichts bringt, wenn man glaubt, damit gesättigte Fettsäuren vermeiden zu können.

Allerdings rät die AHA in ihrer Stellungnahme tatsächlich rundheraus von Kokosöl ab, und zwar nicht, weil Studien erwiesen hätten, dass Kokosöl Herzinfarkt und Schlaganfälle auslöst. Oder weil Menschen, die traditionell viel Kokosöl konsumieren – etwa in den Tropen – besonders oft an diesen Krankheiten sterben. Das ist nämlich nicht der Fall. Nein, es ist ein rein theoretischer Befund, eine Interpretation – nicht über das Lebensmittel Kokosöl, sondern über isoliert betrachtete gesättigte Fettsäuren:

„Clinical trials that compared direct effects on CVD of coconut oil and other dietary oils have not been reported. However, because coconut oil increases LDL cholesterol, a cause of CVD, and has no known offsetting favorable effects, we advise against the use of coconut oil.”

Das ist ein dicker Hund und die Freunde der Kokosnuss laufen Sturm dagegen. Sie betonen, dass weder den gesättigten Fettsäuren an sich, und schon gar nicht den traditionellen Nahrungsfetten wissenschaftlich wirklich nachgewiesen werden konnte, dass sie Herzinfarkt und Schlaganfall verursachen.

Tatsächlich ist die Interpretation der AHA nur die Sicht aus einer bestimmten Brille. Selbst die traditionell behäbige deutsche DGE ist da schon weiter. Sie konnte nicht umhin, anlässlich ihrer Fettleitlinie zuzugeben, dass gesättigte Fette nicht Schuld sind an Herzinfarkt, Schlaganfall und anderem. Das ist ihr offensichtlich schwer gefallen, die gewundene Stellungnahme liest sich einigermaßen verwirrend:

FAQ zur Leitlinie Fett der DGE

1. Welche Krankheiten thematisiert die Leitlinie und warum?
Die Leitlinie thematisiert Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck, Metabolisches Syndrom, koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und Krebskrankheiten, weil sie zu den häufigsten chronischen Krankheiten in Deutschland zählen. Aus Kapazitätsgründen konnte die Leitlinienkommission nicht alle Krankheiten, bei denen die Fettzufuhr eventuell relevant ist, berücksichtigen.
(…)

4. Sind gesättigte Fettsäuren schlecht?
Eine hohe Zufuhr von gesättigten Fettsäuren erhöht die Gesamt- und LDL-Cholesterolkonzentration im Blut, ist aber bei den hier betrachteten Krankheiten mit keinen weiteren nachteiligen Auswirkungen auf die Gesundheit verbunden. Durch den Austausch von gesättigten durch mehrfach ungesättigte Fettsäuren lässt sich allerdings das Risiko für Fettstoffwechelstörungen und die koronare Herzkrankheit senken. Deshalb empfiehlt die DGE, die Zufuhr von gesättigten Fettsäuren … zu senken.“

Wo der Hund begraben liegt, ist bei den von der AHA zitierten Studien zu Herzinfarkt und Schlaganfall im Verhältnis zur Aufnahme von gesättigten Fettsäuren. Sagen die was aus oder nicht? Sagen die Fütterungsversuche an Rhesusaffen was aus oder nicht? Zwar konnte bei Menschen mit Risikofaktoren festgestellt werden, dass ihre schlechten Werte sich verbesserten, wenn sie gesättigte Fette gegen ungesättigte Fettsäuren austauschten.

Im Klartext: In einigen Studien sank der LDL-Spiegel bei kranken Risikopatienten, die übergewichtig und fehlernährt waren, schon einen Herzinfarkt erlebt oder eine koronare Herzkrankheit hatten. Auch verringerten sich in solchen Gruppen die Herzinfarkte und Schlaganfälle. Doch gerade die an dieser Stelle von der AHA zitierten finnischen Arbeiten, sagen Kritiker, sind auf andere Länder nicht übertragbar, denn in Finnland gibt es eine Häufung von frühen Herzinfarkten und hohem LDL, die genetisch bedingt ist (vulgo: durch Inzucht entstanden).

Allgemein ist aber die Krux: Solche Studien mit Patienten sagen nicht wirklich etwas über Gesunde und die Zuträglichkeit der Lebensmittel aus. Ein kranker Körper funktioniert anders.

In fast allen Interventionsstudien, die die AHA nennt, wurden die Nahrungsfette bei Menschen ausgetauscht, die gleich mehrere Risikofaktoren hatten. Dazu zählen neben den Genen auch Entzündungen, die inzwischen als die wahren Ursachen für Herzinfarkt und Schlaganfall gehandelt werden.

Für allgemeine Ernährungsratschläge taugt so etwas also nicht. Und schon gar nicht für den Umgang mit einem traditionellen Nahrungsmittel wie Kokosöl. Man müsste sonst buchstäblich Milliarden von Menschen in den Tropen ihre Esskultur und ihr Ernährungswissen absprechen. Das können sich die dicken Amis und Engländer mit ihrem Industriefraß weiß Gott nicht erlauben, um es mal ganz vorsichtig à la Quarkundso.de auszudrücken.

 

Damit sind wir mit unserer Weisheit aber auch am Ende.

Die Freunde der Kokosnuss wissen mehr, namentlich die großartige Ulrike Gonder, deutsche Expertin in dieser Sache; nutzwertiger Link unten.

Weil bei Online aber immer das Persönliche zählt, gesteht die Chefredaktion von Quarkundso.de jetzt noch, dass sie an Fett nicht spart und sich obendrein jeden Tag einen Löffel voll mit nativem Bio-Kokosöl genehmigt. Das soll gut sein fürs Gehirn.

Die Cholesterinwerte der gesamten Chefredaktion, namentlich der #Fettbeauftragten, entsprechen dabei denen eines neugeborenen Babys. Kein Witz. Wir können daher den Konsum von Butter, Vollmilch, Sahne, Schweineschmalz und lecker Kokosöl nur empfehlen. Aber auf uns hört ja keiner.

©Johanna Bayer

BRIGITTE.de über Kokosöl und die AHA-Stellungnahme

Ernährungsexpertin Ulrike Gonder über Kokosöl

In der SZ: Werner Bartens will die Ernährungswissenschaften abschaffen – Vorsicht, der Mann ist Arzt!

 

Schale mit Nüssen

Die Nuss als Wunderwaffe – besonders gut fürs Herz. Bild: Shutterstock/Dionisvera

Nach dem anstrengenden letzten Beitrag braucht Quarkundso.de eine Verschnaufpause.

Ehrlich, es kostet unheimlich viel Kraft, so etwas aufzusetzen wie das Pamphlet gegen den SPIEGEL.

Man muss akribisch durch den Text gehen, alles nachschlagen, investigative Anrufe und Mails absetzen und dann Unmengen von Buchstaben sortieren.

Schlimm, gerade in der Weihnachtszeit, wo man doch Milde walten lassen, Mandelplätzchen essen und gewürzte Getränke schlürfen will.

Zum Glück hat jemand anders den Job übernommen und gleich den finalen Schlag gegen Ernährungsunsinn gelandet: Werner Bartens, leitender Redakteur im Wissenschaftsressort bei der SZ. Er fordert in einem Artikel vom 9.12.2016 rundheraus: „Schafft die Ernährungswissenschaften ab!“

Wirklich, das steht da wörtlich. Gut, der Beitrag ist als Glosse gekennzeichnet, also quasi als nicht ernst zu nehmen. Nur zum Spaß.

Aber die Breitseite sitzt: Bartens wettert gegen Studien zur Ernährung, diesen „Stuss mit Nuss“, und verlangt, den Quatsch endlich zu unterbinden – jene endlosen Versuchsreihen zu einzelnen Nahrungsmitteln und isolierten Bestandteilen, die angeblich gesund sein sollen.

Alles Pseudoforschung, schimpft er, die nichts bringe, ob am Menschen, an der Maus oder an Zellen exerziert; unehrenhaft, konstruiert, von der Industrie diktiert, von korrupten Forschern designt und von Störfaktoren dermaßen beeinflusst, dass man schier zu jeder Substanz das gewünschte Ergebnis konstruieren könne.

 

Die Nuss als Wunderwaffe

Stein des Anstoßes sind für Bartens besonders die vielgepriesenen Nüsse  – die waren allerdings schon Superfood, als man in Deutschland Goji und Acai noch für Brettspiele hielt: Von Alzheimer, Asthma, Diabetes und Schlaganfall über Prostata- und Darmkrebs bis hin zu Infektionen und Depressionen sollen die Schalenfrüchte so ziemlich alles beseitigen, was den Menschen zur Strecke bringen kann.

Vor allem aber schützen sie angeblich das Herz vor Infarkt und die Blutgefäße vor Schäden.

Die neueste Studie dazu ist im renommierten British Medical Journal erschienen und stammt aus Norwegen. Es ist eine Meta-Analyse, die 20 andere Studien aus den letzten acht Jahren auswertet.

Am Ende fassen die Autoren zusammen:

Higher nut intake is associated with reduced risk of cardiovascular disease, total cancer and all-cause mortality, and mortality from respiratory disease, diabetes, and infections.

Düster konstatieren sie dann, dass wohl mindestens 4,4 Millionen von Menschen gestorben sind, weil sie nicht genügend Nüsse gegessen haben.

In 2013, an estimated 4.4 million deaths may be attributable to a nut intake below 20 grams per day in North and South America, Europe, Southeast Asia, and the Western Pacific. These findings support dietary recommendations to increase nut consumption to reduce chronic disease risk and mortality.

Herr Doktor ist nicht zimperlich

Da ist der Bartens ausgeflippt.

Übrigens nicht zum ersten Mal. Schon 2011 hat er in der SZ eine solche Tirade losgelassen, er tingelt mit dem Thema seit Jahren auch durch Talkshows und über Podien, um die anwesenden Ernährungswissenschaftler auf die Palme zu bringen.

Schadenfroh kann man an dieser Stelle ein paar Salznüsse einwerfen und feixend zuschauen – herrlich, Schlammcatchen zwischen Promi-Journalist und Forschern! Immer großes Kino.

Und Bartens ist nicht zimperlich, außerdem ist er Mediziner mit Doktortitel, daher weiß er, wovon er redet – in mehrfacher Hinsicht. Dazu kommen wir noch.

Jedenfalls musste sich Hannelore Daniel, berühmte Ernährungswissenschaftlerin mit Schwerpunkt Physiologie, öffentlich von ihm anhören, sie weise ein „gönnerhaftes Gehabe“ auf mit ihrem Forscherdünkel, und ihr „aufgeplustertes Abwehrverhalten“ (wörtlich) zeige nur, dass sie sich den Verfehlungen ihrer Zunft – den sinnlose Studien – nicht stellen wolle.

 

“Bevormundungsterror” der Ernährungswissenschaft

Die Lebensmittelindustrie bezichtigte Bartens bei Plasbergs „Hart aber fair“ nebenbei noch der „Panscherei“ und nannte sie „teilweise eine Drecksbranche“, den Veganern Attila Hildmann und Ursula Karven servierte er bei Sandra Maischberger, dass ihre zurechtgelegte Ideologie jeder faktischen Grundlage entbehrt.

Besonders auf den „Bevormundungsterror“ durch unsinnige Ernährungsratschläge schimpft er. Wenn es nach Bartens geht, dann reicht es, einfach genussvoll zu essen und keine Angst vor ein paar Kilo Übergewicht zu haben.

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Da hat er wohl nicht ganz Unrecht – und wieder kann man sich einer gewissen Schadenfreude nicht erwehren, die ein paar wichtigtuerische Volkserzieher betrifft.

Aber derart einer ganzen akademischen Disziplin die Berechtigung abzusprechen – “Schafft die Ernährungswissenschaften ab!” – ist schon gewagt.

Schließlich halten sich mehrere Universitäten in Deutschland einen Fachbereich mit Ernährungswissenschaften, und einige große Institute bekommen einen Haufen öffentliches Geld, damit sie, nun ja, vernünftige Studien durchführen.

Überhaupt hält man auch andernorts, geradezu in jedem Land der Welt, viel auf diese Ernährungswissenschaften.

 

Wenn die Ehre auf dem Spiel steht

Das steigert den Unterhaltungswert der Attacke natürlich erheblich: Wer wird in den Ring steigen, wer will Bartens widersprechen, wer stellt die Ehre der Geschmähten wieder her?

Quarkundso.de jedenfalls nicht. Die ganze Redaktion lehnt sich amüsiert zurück, knabbert ein paar Kokosmakronen und ist weit davon entfernt, in die Bresche zu springen, um organisierte Müsli- und Vollkornasketen zu verteidigen.

Die müssen schon selbst sehen, wie sie aus der Nummer rauskommen und ihr Image aufpolieren. Werner Bartens ist nämlich nicht alleine mit seiner Meinung – tatsächlich stehen die konventionellen Ernährungsempfehlungen vielerorts in der Kritik, weil sie eben keine wirklich wissenschaftliche Grundlage haben.

Auch ähneln die 10 Regeln der DGE inzwischen so sehr Omas Wissen – iss mäßig, aber regelmäßig, ausgewogen und vielseitig, nicht zu viel Süßes, genügend trinken – dass man sich fragt, warum diese ehrenwerte Gesellschaft dafür jedes Jahr fünfeinhalb Millionen Euro kassiert.

Gut, das ist nicht alles, was sie zu tun hat. Die DGE muss ja noch die ganze Forschung beurteilen. Und darin hat sie weiß Gott keine leichte Aufgabe, auch dazu kommen wir noch.

 

Wer forscht denn da?

Aber warum derweil nicht noch ein wenig zündeln? Das ist doch lustig.

Man könnte, ganz im Sinne von Werner Bartens, noch eine dünkelhafte Kaste und ein paar aufgeblasene Pfründenverwalter mit reinziehen, um eine ordentliche Schlammschlacht zum Thema “Wer ist Schuld am Ernährungsunsinn?” anzuzetteln.

Da bietet der Artikel einen schönen Ansatzpunkt: Stimmt, wie kann man nur so bescheuert sein und schwachsinnige Behauptungen zu Nüssen und Herzgesundheit, Cranberries und Blaseninfektionen, Zimt und Diabetes aufstellen?

Das ist doch alles… wie sagt Bartens so richtig? „Keine Wissenschaft“.

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Aber wer macht oder will diese Forschung? Was sind das für Leute? Wer will das wissen mit den angeblichen Wirkstoffen in Lebensmitteln, und warum?

Wer untersucht Olivenöl, Fischöl, Heidelbeeren, Artischocken und Kurkuma? Wer stellt die Fragen, wer reitet darauf herum, dass Ernährung Krankheiten vorbeugen, Krebs heilen, das Hirn gesund halten und Herzinfarkt verhüten kann?

Tja. Wenn man versucht, diese Frage zu beantworten, kommt Erstaunliches zutage: Die Ernährungswissenschaftler sind es nicht. Herr Bartens hat sich wohl nicht ganz den richtigen Sündenbock ausgesucht.

 

Diese elenden Weißkittel

Denn es sind die Ärzte.

Mediziner, diese Halbgötter, die sich unheimlich viel auf ihre Zunft einbilden, aber bei den großen Volkskrankheiten im Nebel stochern. Sie sind es, die hauptsächlich auf der fantasierten Gesundheitswirkung von Lebensmitteln und Inhaltsstoffen beharren.

Werner Bartens müsste daher eigentlich den Ärger bei seinen gewissenlosen Medizinerkollegen abladen, vor allem bei bestimmten Fachrichtungen.

Da gibt es nämlich notorische Studienpanscher, die mehr oder weniger absichtlich Heilsbotschaften aus fragwürdigen Untersuchungen in die Welt pusten – Mediziner, wohlgemerkt, nicht Ernährungswissenschaftler.

Am schlimmsten sind die Kardiologen.

Das sind genau die, die dauernd was über Herzgesundheit und Ernährung herausfinden wollen. Warum? Weil sie keine Lösung für das Problem haben.

Sie können Herzinfarkte nicht verhindern und Patienten, die schon einmal einen Infarkt hatten und besonders gefährdet sind, selten retten. Sie haben einfach noch nicht herausbekommen, was wirklich die Ursache für Herzinfarkt ist: Cholesterin? Wenn ja, welches? Oder sind es die Triglyzeride? Entzündungsfaktoren? Zucker? Risse in den Gefäßwänden? Verklumpte Eiweiße? Die Gene? Stress?

 

Sie wollen doch nur helfen

Bis heute ist unklar, was genau dazu führt, dass in den Adern Fett- und Kalkablagerungen entstehen, die irgendwann platzen und als Gerinnsel die Herzkranzgefäße verstopfen. Nur ein paar Risikofaktoren zeichnen sich ab, zuvorderst Rauchen, Übergewicht und Diabetes.

Viel mehr wissen die Ärzte nicht, alle anderen wie Heilpraktiker oder Esoteriker schon gar nicht, übrigens. Trotzdem müssen zumindest die Mediziner von Berufs wegen etwas tun.

Also verschreiben sie Cholesterinsenker und Blutverdünner, legen Bypässe und setzen Stents ein, verordnen Diäten, autogenes Training und Bewegung, notfalls wird transplantiert, und alles zu Milliardenkosten.

Nebenher treiben sie aber fleißig Ernährungsstudien: Vielleicht lässt sich ja etwas entdecken, was im Vorfeld das Risiko senkt und was die Leute gerne tun. Essen, zum Beispiel. Dann würden den Ärzten nicht so viele Patienten unter den Händen wegsterben.

Ist ja auch dumm, sowas.

Und damit wir uns nicht missverstehen: Die Absicht ist keine schlechte – die wollen nur helfen.

 

Historisches Unheil: die Fettlüge

Dabei haben sie aber, was Murks mit Ernährungsstudien angeht, besonders viel erreicht: Die Kardiologen und ihre Verbände, darunter die American Heart Association, haben für die Verbreitung der großen Fettlüge gesorgt. Die kam ihnen damals, in den 1960er Jahren, gerade recht, nachdem ein karrieresüchtiger Biologe (!) behauptet hatte, dass gesättigte Fettsäuren und tierische Fette Schuld am Herzinfarkt seien.

Der Mann hieß Ancel Keys und steht heute für den wohl folgenreichsten Fehler der modernen Wissenschaftsgeschichte: die Verteufelung von traditionellen Nahrungsfetten.

Die Ärztezunft nahm den Schwindel aber sofort gierig auf und befeuerte damit eine beispiellose Kampagne, mit der billige Margarine und raffinierte Industrieöle unter dem Deckmantel der Herzgesundheit weltweit in den Markt gedrückt wurden.

Diese Fettlüge ist inzwischen passé. Aber die Kardiologen machen weiter.

 

Endlose Liste mit „gesunden“ Lebensmitteln

Nach den fragwürdigen Pflanzenölen, die leider nicht das gewünschte Ergebnis brachten, nahmen sie sich ein Lebensmittel und einen Inhaltstoff nach dem anderen vor: Olivenöl, Fischöl, Mandeln, Walnüsse, Kokosnüsse, alle Nüsse, Leinsamen, Buchweizen, Artischocken, Rotwein, Weißwein, Lycopin aus Tomaten, Kakao, grünen Tee, bittere Schokolade, Antioxidantien, Radikalenfänger, Polyphenole, Flavonole und andere Wunderstoffe – die Liste ist endlos.

Da ließen sich die Onkologen, die Krebsärzte, natürlich nicht lange bitten und sprangen auf den Zug auf: Klar müssen die Krebsauslöser aus der Nahrung kommen, und was vor Krebs schützt, ebenso.

Internisten, Rheumatologen, Onkologen, Allergologen, alle machen diese Studien, man kann hinschauen, wo man will: die meisten Antreiber von Ernährungsexperimenten sind Mediziner.

Wenn Werner Bartens also auf die Ernährungswissenschaften eindrischt, meint er die Medizin.

Das ist wirklich lustig, denn er ist ja nicht nur selbst Arzt, sondern auch noch ausgebildeter Internist, ausgerechnet aus der Fachrichtung Kardiologie: Seine Doktorarbeit schrieb er über genetische Faktoren beim Herzinfarkt.

Daher weiß er wohl so gut Bescheid – gut, auf den Ärzte-Job hatte er nach ein paar Jahren keine Lust mehr und wurde lieber Journalist, vermutlich, weil ihn die sinnlosen Forschungssimulationen genervt haben.

Denn wir haben ihn ja richtig verstanden. Und herrlich, dass das mal jemand sagt: was Ärzte treiben, ist “keine Wissenschaft”.

 

Schlechte Forschung gibt es überall

Auch der Erstautor der aktuellen Meta-Analyse zu den Nüssen, die Bartens so aus dem Häuschen brachte, ist Arzt – natürlich Kardiologe. Sieben weitere Autoren der Studie sind ebenfalls Ärzte, nur zwei haben hilfreiche Nebenfächer wie Biostatistik und Biochemie studiert.

Die inkriminierte Nuss-Studie aus den 1990er Jahren stammt selbstverständlich auch von einem Arzt, einem, wie sollte es anders sein, Internisten. Der hat sich die Arbeit dummerweise von den Nuss-Farmern in den USA sponsern lassen. Seine Studie war wegweisend und löste die Nuss-Euphorie aus, zahllose Untersuchungen – von Medizinern – folgten.

Nur: Niemand ruft danach, die Medizin abzuschaffen, weil es unter ihrem Deckmantel sinnlose Versuche, missglückte Experimente, schlechte Forschung, bestechliche Doktoren und geltungssüchtige Chefärzte oder Institutsleiter gibt.

Mit Recht darf man auch vermuten, dass es umgekehrt hervorragende Ernährungswissenschaftler gibt, die sich zum Beispiel mit Physiologie, dem Stoffwechsel, mit Kinder- und Mangelernährung, mit individualisierter Beratung und Therapie beschäftigen.

Einige sind Quarkundso.de bekannt, Namen auf Anfrage.

 

Völlig außer Kontrolle: Ernährungsthemen im Internet

Woran es aber oft hapert, ist die Kommunikation. Gegen falsche Behauptungen, geschönte Folgerungen, verzerrte Interpretationen, schlechte Artikel und reißerische Pressemitteilungen selbst von Universitäten und Forschungseinrichtungen ist noch kein Kraut gewachsen.

In der zweiten Zündstufe sind die Kollegen von Herrn Bartens gefordert. Also, seine journalistischen Kollegen, Anwesende eingeschlossen. Von den selbsternannten Ernährungsberatern, Fitness-Coaches und dem komplett außer Kontrolle geratenen Internet gar nicht erst zu reden.

Was diese Aufgabe angeht, steht Quarkundso.de jedoch an vorderster Front und erklärt sich hiermit bereit, neben dem Ernährungs- und dem Gesundheitsministerium auch das Forschungs- und das Informationsministerium zu übernehmen.

Aber erst nach Weihnachten.

Im neuen Jahr könnte damit immerhin alles in einer Hand liegen. Dann hört der Zank zwischen den Disziplinen auf und es wird vernünftig geforscht. Erste Maßnahme: Mehr seriöse Nuss-Studien. Schließlich wirft man lieber ein paar Nüsse ein als Betablocker und Blutverdünner.

©Johanna Bayer

“Stuss mit Nuss” – die Glosse von Werner Bartens in der SZ

Die aktuelle Metaanalyse zu Nüssen im British Medical Journal

Auf Youtube: Mitschnitt einer Podiumsdiskussion mit Werner Bartens und Hannelore Daniel auf den Bayerischen Ernährungstagen – Bartens nimmt kein Blatt vor den Mund. Andere aber auch nicht. Zur Sache geht´s bei ab 24:40