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Die SZ kritisiert eine Studie zur Ernährung methodisch – aber was soll das Ganze eigentlich?

Der Chef des Wissenschaftsressorts bei der SZ, Werner Bartens, zerreißt eine Ernährungsstudie wegen ihrer Methodik. Richtig so – doch der wahre Sinn oder Unsinn dieser Forschung bleibt verborgen. Quarkundso.de enthüllt, worum es wirklich geht und wer aus welcher Ecke schießt.

Spaghetti mit Hackfleischsoße

Spaghetti Bolognese schmecken einfach zu gut – lieber nicht essen?

Werner Bartens von der SZ ist einer der großen alten Männer der Ernährungskritik, genauer: der Kritik an den Ernährungswissenschaften überhaupt.

Deren Arbeit hält er für nicht aussagekräftig bis irreführend, ihre großen Beobachtungsstudien für sinnlos, allgemeine Ernährungsratschläge für Humbug.

Er ist nicht der Einzige, der so denkt, die Position teilt er sich mit Udo Pollmer und noch ein paar notorischen Nörglern. Auch Quarkundso.de gehört im weitesten Sinn zur Nörgel-Fraktion, daher sind wir meistens auf der Seite von Werner Bartens.

Da unsere Kernkompetenz aber das Nörgeln in alle Richtungen ist, hatten wir auch Herrn Bartens schon vor der Flinte. Der Artikel „Stuss mit Nuss“ etwa, in dem er die Ernährungsforschung generell abwatscht, ist zu pauschal und trifft die Falschen – denn die emsigsten Experimentierer sind Ärzte, nicht Ernährungswissenschaftler (hier bitte nachlesen, wird abgefragt).

 

Der wahre Unsinn bleibt versteckt

Aber immer nur Mosern bringt nichts, man muss auch mal konstruktiv sein und assistieren.

Denn Bartens hat in der SZ gerade eine Ernährungsstudie aus den USA zu Recht kritisiert. Nur wollte er es nicht zu kompliziert machen und ist weder ins Detail gegangen noch hat er den wahren Sinn und Unsinn der Studie enthüllt. Er begnügt sich mit dem üblichen Zerreißen von Zahlen und Versuchsdesign.

Das erfüllt zwar seinen Zweck: beim SZ-Leser Zweifel an dieser Art von Studien zu säen. Aber es fehlt die Erklärung, warum in solche Forschung Millionen gesteckt werden.

Das fragen sich die Leser sicher, wie jeder vernünftige Mensch, der wissen will, warum abstrus wirkende Versuche finanziert werden, nicht aber Kindergartenplätze, Lesebrillen oder Radwege.

Diese Kärrnerarbeit muss mal wieder Quarkundso.de übernehmen, wie so oft, wenn die anderen sich die Arbeit nicht machen wollen.

Allerdings lohnt sich es sich diesmal. Denn in Rede stehen Annahmen, die nicht nur ein paar Studiendesigns, sondern ganze Debatten über Ernährung bestimmen. Sie wuchern im Internet und haben sich in den Köpfen dauerhaft eingenistet, als wirkmächtiges Denkschema.

Daher springen wir Herrn Bartens mit ein paar zusätzlichen Infos zur Seite – schließlich zieht die Nörgelfraktion an einem Strang.

 

Western Diet: viel Fett, Zucker und Fleisch

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Hier erstmal die dürren Fakten: Eine Wissenschaftlerin hat an der Wake Forest University im Süden der USA mit knapp 40 Affenweibchen einen Nahrungstest gemacht. Die Hälfte der Gruppe bekam Futter, das wie die typisch amerikanisch-urbane Ernährung zusammengestellt war, mit viel tierischem Fett, tierischem Eiweiß, Zucker, Salz, Maissirup, Maisöl, Milch, Schmalz und Butter.

Unter Forschern heißt das auch „Western“ oder „Cafeteria Diet“ und beschreibt laut Shively das, was Amerikanerinnen im Allgemeinen so zu sich nehmen (WEST-Futter).

Wohlgemerkt: Amerikanerinnen.

Die andere Gruppe bekam Nahrung, die eine „mediterrane Ernährung“ simulieren sollte (MED-Futter). Also irgendwas vom Mittelmeer – wie man es sich in den USA vorstellt: hauptsächlich Pflanzliches; darunter viel Obst, Nüsse, Gemüse, etwas Fisch, wenig Fleisch und sehr viel Olivenöl.

Wohlgemerkt: Wie man es sich in den USA vorstellt. Nicht, wie man in Italien, Südfrankreich oder Spanien wirklich isst. Bekanntlich sieht das sehr anders aus.

Ergebnis: Diejenigen Äffinnen, die die „Western Diet“ bekamen, fraßen mehr, wurden dicker und entwickelten öfter Fettlebern und Diabetes Typ 2. Die Tiere, die das angebliche Mittelmeerfutter bekamen, fraßen nicht ganz so viel, nahmen nicht ganz so arg zu und bekamen nicht so oft eine Fettleber.

 

Fragen an die Forschung: Was soll das?

Werner Bartens dekliniert dazu nun die bekannte Mängelliste herunter:

Von Tieren kann man nicht auf Menschen schließen.

Es waren viel zu wenige Affen, 38 insgesamt. Das sind nur wenige Tiere oder Probanden pro Gruppe, daher nicht aussagekräftig.

Die Versuchszeit war zu kurz.

Die Lebenszeit von Affen entspricht nicht der von Menschen.

Es sei nur ein Aufblasen der Statistik, wenn die Forscher etwa die Lebenszeit der Affen in die von Menschen umrechnen. Und eine so kleine Probandenzahl reiche heute nicht einmal für eine normale medizinische Doktorarbeit, höhnt Bartens.

Tja. Speziell Letzteres stimmt nicht. Studien mit kleinen Probandenzahlen können sehr wohl solide gemacht sein und sind gerade bei biologischen und physiologischen Effekten sogar üblich.

Aber es drängt sich auch die Frage auf, ob die Forscherin, die das Experiment geleitet hat, die Kritikpunkte nicht selbst hätte bedenken können. Treibt man jahrelang Studien und bringt unschuldige Tiere um, weil man nicht kapiert hat, dass Affen keine Menschen sind?

Noch dazu ist die Arbeit in einem renommierten wissenschaftlichen Journal erschienen, in „Obesity“, und von der obersten nationalen Gesundheitsbehörde der USA, dem NIH, finanziert worden. Erste Adresse, landesweite Bedeutung.

Warum also gibt es solche teuren Versuche? Ging es wirklich darum, die „Überlegenheit der mediterranen Ernährung“ zu beweisen, wie es im Teaser zum Artikel in der SZ heißt? Die ist doch längst bewiesen, oder nicht?

 

Tiermodell statt Menschenversuch

Das plumpe Bashing, mit dem sich Herr Bartens begnügt, erhellt die Lage nicht. Daher hat sich die Rechercheabteilung von Quarkundso.de dahinter geklemmt.

Folgendes kommt ans Licht: Carol A. Shively, Leiterin der Studie, ist keine Ernährungswissenschaftlerin. Sie ist Ärztin und spezialisiert auf Neurowissenschaften. In erster Linie beschäftigt sie sich mit dem Gehirn, dem Belohnungssystem und dazugehörigen Botenstoffen.

Auf diesem Feld ist sie auch Expertin für „Tiermodelle“, wie es im Jargon so schön heißt. Das sind Versuchstiere, die auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet werden, die auch Menschen haben und an denen man Medikamente, Ernährungsweisen, Therapien oder Haltungsbedingungen testen kann, als Modell eben.

Für allerlei Forschungsvorhaben, gerne auch zur Gesundheit von Frauen, verwendet Shively Makaken, meerkatzenartige Primaten. Deren Gehirne, Verhalten und Stoffwechsel ähneln viel mehr dem Menschen als bei Mäusen und Ratten, die sonst für Versuche herhalten müssen.

Und Shively hat schon eine ganze Reihe von Versuchen an diesen Primaten gemacht, sogar in Nature publiziert, dem wichtigsten Forschungsmagazin der Welt. Dumm ist sie also nicht, methodisch kann sie was, ihre Affenmodelle sind etabliert. Grobe Fehler kann man ihr kaum vorwerfen.

 

Um Essen wie am Mittelmeer geht es nicht

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Wenn man sich also anschaut, was die Wissenschaftlerin sonst so treibt, ahnt man, welche Stoßrichtung die Studie hat: Es geht nicht wirklich um Essen wie am Mittelmeer.

Stattdessen geht es um Überfressen in den USA. Und um Auslöser, die dazu verführen, mehr zu essen als gut ist, und zwar speziell bei Frauen im mittleren Lebensalter.

Im Klartext: Im Hintergrund geht es um Sucht.

Das ist ein Spezialgebiet von Shively, sie beschäftigt sich besonders mit dem Belohnungssystem im Gehirn und seiner Rolle bei Depression; Stress und Sucht.

Und so hat sie auch die Studie angelegt: Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, Überfressen („hyperphagia“) und übermäßige Kalorienaufnahme („increased caloric intake“) zu beleuchten und zu erklären, so steht es auch im Studienpapier.

Was nun die amerikanischen Frauen im mittleren Lebensalter angeht, die als Folie für das Versuchsdesign herhalten mussten: In dieser Gruppe sind Übergewicht ebenso wie Depressionen häufig, Stress spielt eine Rolle und sowohl Ärzte als auch Sozialarbeiter versuchen verzweifelt, der Gesundheit zuliebe wenigstens am Essverhalten der Betroffenen zu schrauben.

Aber alle scheitern seit Jahrzehnten daran – und Carol A. Shively hat sich scheinbar in den Kopf gesetzt, den Grund im Essen zu finden. Genauer: an Stoffen im Essen, an seiner Zusammensetzung. Und am Geschmack: Wohlgeschmack triggert das Belohnungssystem. Unter Umständen kann das zu suchtartigem Verhalten – Überessen – beitragen.

 

Was nicht schmeckt, hält schlank – logisch

Diese Vorstellung Shivelys erwähnt Werner Bartens auch in seinem SZ-Artikel, dazu zitiert er am Ende ein Interview mit der Forscherin zu ihrem Fütterungsexperiment:

„Die westliche Diät wurde von der Industrie entwickelt, die ihre Erzeugnisse besonders schmackhaft macht, sodass wir zu viel davon essen“, lässt sich Carol Shively zitieren, die Hauptautorin der Studie. „Wir hoffen, dass unsere Ergebnisse die Menschen ermutigen, sich gesünder zu ernähren.“

Eine markante Position. Zu Ende gedacht würde sie bedeuten. dass man lieber Dinge essen sollte, die nicht so gut schmecken, damit man schlank bleibt – eine schier übermenschliche Forderung, die jeder biologischen und kulturellen Grundlage entbehrt.

Denn Geschmack in tote Dinge wie Gemüse, Körner oder rohes Fleisch zu bringen, war ein Motor der menschlichen Evolution. Es wird nie gelingen, Menschen dazu zu bewegen, von sich aus zu essen, was ihnen nicht schmeckt, weil das angeblich schlank macht – außer man zwingt sie dazu.

So ging es den Makaken im Labor: Sie hatten keine Alternative. Sie mussten das Zeug fressen.

 

Mütter, Omas, Köche, Konditoren: Sie bringen uns um!

Omas Himbeertorte: absichtlich besonders schmackhaft. Aus Liebe.

Der Vorwurf an die Industrie, sie würde Lebensmittel absichtlich besonders schmackhaft machen, damit Menschen zu viel davon essen, ist erst recht sinnlos.

Man müsste genau denselben Vorwurf in erster Linie an Mütter und Omas richten, die ihre Lieben verwöhnen, und natürlich an alle meisterhaften Köche, Bäcker und Konditoren auf der Welt.

Folgt man aber den Gedanken von Shively konsequent, bleibt der Schluss:

Essen wie am Mittelmeer, das in der Studie – angeblich – getestet wurde, schmeckt nicht so gut wie industriell gefertigtes Fastfood aus der amerikanischen Industrie.

Deshalb essen Affen – und Menschen – nicht so viel davon und bleiben schlank.

Der Gedanke ist natürlich komplett abstrus. Aber das ist die Logik.

Nur weiß jeder, dass das Essen am Mittelmeer ganz besonders köstlich ist und deshalb einen Siegeszug rund um den Globus angetreten hat.

 

Von wegen Mittelmeer-Diät

Liest man daraufhin das Papier der Forscherinnen noch einmal genau durch, dann zeigt sich: Das MED-Futter für die Affen entspricht gar nicht der echten Kost in Mittelmeerländern.

Es wurde für die Studie eigens entwickelt. Und enthielt konzentriertes Pulver aus Walnüssen, Extra-Portionen an Olivenöl, es war sehr speziell zusammengestellt – ein Kunstfraß, überwiegend vegetarisch, orientiert unter anderem an griechisch-orthodoxen Fastenspeisen, ohne Wein (!) und angereichert mit hohen Dosen von Superfoods, die so in der echten mediterranen Ernährung gar nicht vorkommen.

Diese Mischung wurde, berichten die Autoren, vor dem Versuch zwei Jahre lang darauf getestet, ob sie den Affen schmeckt. Das hat wohl nicht ganz geklappt: Nicht weniger als fünf Tiere im Versuch machten nicht mit, drei gingen sogar ein – alle scheinbar in der MED-Gruppe.

Dass das wohlschmeckende WEST-Futter Affen dazu animiert, viel davon zu fressen und dass in der MED-Gruppe die Tiere insgesamt weniger dick wurden, ist dann nicht mehr schwer nachzuvollziehen. Bei Menschen würde mit Sicherheit Ähnliches herauskommen.

 

Macht dick, was schmeckt?

Hamburger mit Pommes frites

Schmeckt Fastfood wirklich besser? Das ist die Frage

Wenn aber das WEST-Futter im Experiement, die industrielle „Cafeteria-Diet“, besser schmeckte als das künstliche MED-Futter und die Affen in der WEST-Gruppe deshalb mehr gefressen haben, was sind dann die Folgerungen aus der Studie?

Was schmeckt, macht dick?

Wenn etwas schmeckt – iss es nicht?

Was nicht schmeckt, ist gesund?

Wenn etwas nicht schmeckt – unbedingt essen?

Und in letzter Konsequenz: Wenn Menschen essen, was ihnen schmeckt, muss man sie dann dazu zwingen, etwas zu essen, was ihnen nicht schmeckt? Wegen der Gesundheit?

Das ist alles ist biologischer und psychologischer Unsinn. Außerdem zeigen gerade die echten Mittelmeerbewohner mit ihrem grandiosen Essen: Was schmeckt, muss nicht dick machen! Man kann damit sein Gewicht halten, gesund bleiben und länger leben als anderswo.

 

Einheitsfraß aus der Retorte

Was angesichts dieses Experiments aber aufscheint, ist die Horror-Vision von einem Einheitsfraß aus dem Labor: eine einzige, „gesunde Ernährung“ für alle; eine normierte pflanzliche Kost, im Labor angereichert, die sicherheitshalber nicht so gut schmeckt, damit Menschen nicht zu viel davon essen.

Es gibt tatsächlich nicht wenige, die solche asketischen Diktatorenfantasien haben: Bekannte Größen der Ernährungsszene schwärmen von Buchweizengrütze und Steckrüben wie im Krieg, andere von veganen Imitaten und Rohkost für alle, damit die angeborene Lust auf Fleisch und Fett gar nicht erst aufkommt.

Auch die Verschwörungstheorie, dass die Industrie absichtlich Superreize ins Essen mischt, um Menschen abhängig zu machen, gehört in dieses Denkschema.

Sie ist weit verbreitet und extrem hartnäckig. Spätestens seit dem Film „Supersize me“ ist die halbe Welt davon überzeugt, dass Fastfood süchtig macht, entweder, weil es den Geschmackssinn besonders anregt oder weil Suchtstoffe reingemischt werden; zu den üblichen Verdächtigen gehören Glutamat und Zucker.

Zwar ist wissenschaftlich längst geklärt, dass nichts davon stimmt.

Aber viele Aktivisten aus der Verbraucherschutzszene hängen an ihrem Feindbild, einzelne Autoren und Verbände machen den Generalverdacht sogar zu ihrem Glaubenssatz: „Die Industrie macht uns süchtig und krank!“.

Dabei ist schon die Grundannahme falsch: dass das industrielle Essen besonders gut schmeckt.

Sie ist sogar grundfalsch. Frisch gekochtes Essen ist Fertiggerichten immer überlegen. Fastfood, Frittiertes, Cola und überzuckerter Süßkram sind auf die Dauer extrem öde und geradezu abstoßend, wenn man die Alternative kennt: echtes Essen.

 

Affen essen anders

Makaken oder Menschen – darin sind sie gleich: Wenn sie dick werden, werden sie krank.

Wem das Industriezeug besser schmeckt, so dass er oder sie sich systematisch damit überfrisst, hat Probleme, die mit Essen nichts zu tun haben. Eher mit Armut, mangelnden Alternativen, Arbeitslosigkeit, Drogen, Depression oder Gruppendruck.

In diesem Punkt hat Werner Bartens Recht, der davor warnt, solche Tierversuche einfach auf den Menschen zu übertragen.

Denn erstens werden die Affen nicht artgerecht gefüttert in diesen Experimenten und wurden es auch nicht bei Carol Shively – kein Wunder, dass sie krank werden.

Vor allem aber können die Faktoren, die dazu führen, dass Menschen sich so einseitig ernähren wie gewisse Bevölkerungsgruppen in den USA, in Studien kaum nachgebildet werden.

Wenn man aber akzeptiert, dass die Makaken der Forscherin Shively als gutes Modell für den Menschen dienen, wie es Forscher weithin tun, dann bedeutet das am Ende: Der gesündeste Einheitsfraß nützt nichts, wenn man dick ist.

 

Das Problem ist das Übergewicht

Das zeigt die Studie nämlich, wenn man ein Detail beachtet: Die Äffinnen von Carol A. Shively waren schon übergewichtig, bevor der Versuch überhaupt losging. Sie kamen schon mit BMI 40 und Leberverfettung ins Labor.

Schließlich sollten sie als Modell für menschliches Übergewicht dienen, also wurden fettleibige Affen geliefert. Dazu kam das kalorienreiche Futter im Test, für beide Gruppen übrigens gleich kalorienhaltig und mit gleichem Fettanteil, nur aus unterschiedlichen Quellen. Da wurden alle Tiere noch dicker, ob WEST – oder MED-Gruppe.

Die Gruppe mit dem Mittelmeerfutter verlor nämlich keineswegs Gewicht. Sie nahm ebenfalls zu, wenn auch nur leicht. Trotzdem litten auch die MED-Tiere an den bekannten Folgen: Diabetes Typ 2, metabolisches Syndrom, Fettleber. Stimmt schon, etwas weniger als bei den anderen, und der eine oder andere Wert war etwas günstiger.

Aber sie fraßen auch nicht ganz so viel – das lag vielleicht am Geschmack des Retortenfutters. Tatsächlich heilte die MED-Diät die vorhandenen Fettlebern nicht, sie führt dazu, dass das Leberfett um 14 Prozent weiter anstieg.

So bleibt am Ende ein solider Befund, der für Affen und Menschen gilt: Wenn sie dick werden, werden sie krank.

©Johanna Bayer

 

Werner Bartens in der SZ: „Gib dem Affen Oliven“

Sciencedaily-Interview mit Carol A. Shivers

Originalstudie von Shivers et.al. 2019

Quarkundso.de zur Generalkritik von Werner Bartens an den Ernährungsstudien: Vorsicht, der Mann ist Arzt!

 

 

In der SZ: Werner Bartens will die Ernährungswissenschaften abschaffen – Vorsicht, der Mann ist Arzt!

In der Süddeutschen Zeitung wettert Medizinchef Werner Bartens gegen Studien zur Ernährung, diesen „Stuss mit Nuss“: endlose Versuchsreihen zu einzelnen Nahrungsmitteln, Tierversuche und Reagenzglastests mit isolierten Bestandteilen. Das sei nur Pseudoforschung. Aber als Arzt muss er seine eigene Zunft zur Ordnung rufen – denn wer hat den Quatsch eigentlich erfunden? (Beitrag vom 19.12.2016)

 

Schale nah mit gemischten Nüssen auf Holztisch, darunter Mandeln, Cashew, Walnüssen, Pekan, Pistazien

Nüsse – so gesund. Aber wer sagt das eigentlich? Bild: Shutterstock/Dionisvera

Nach dem anstrengenden letzten Beitrag braucht Quarkundso.de eine Verschnaufpause.

Ehrlich, es kostet unheimlich viel Kraft, so etwas aufzusetzen wie das Pamphlet gegen den SPIEGEL. Man muss akribisch durch den Text gehen, alles nachschlagen, investigative Anrufe und Mails absetzen und dann Unmengen von Buchstaben sortieren.

Schlimm, gerade in der Weihnachtszeit, wo man doch Milde walten lassen, Mandelplätzchen essen und gewürzte Getränke schlürfen will.

Zum Glück hat jemand anders den Job übernommen und gleich den finalen Schlag gegen Ernährungsunsinn gelandet: Werner Bartens, leitender Redakteur im Wissenschaftsressort bei der SZ. Er fordert in einem Artikel vom 9.12.2016 rundheraus: „Schafft die Ernährungswissenschaften ab!“

Wirklich, das steht da wörtlich. Gut, der Beitrag ist als Glosse gekennzeichnet, also quasi als nicht ernst zu nehmen. Nur zum Spaß.

Aber die Breitseite sitzt: Bartens wettert gegen Studien zur Ernährung, diesen „Stuss mit Nuss“, und verlangt, den Quatsch endlich zu unterbinden – jene endlosen Versuchsreihen zu einzelnen Nahrungsmitteln und isolierten Bestandteilen, die angeblich gesund sein sollen.

Alles Pseudoforschung, schimpft er, die nichts bringe, ob am Menschen, an der Maus oder an Zellen exerziert; unehrenhaft, konstruiert, von der Industrie diktiert, von korrupten Forschern designt und von Störfaktoren dermaßen beeinflusst, dass man schier zu jeder Substanz das gewünschte Ergebnis konstruieren könne.

 

Die Nuss als Wunderwaffe

Stein des Anstoßes sind für Bartens besonders die vielgepriesenen Nüsse  – die waren allerdings schon Superfood, als man in Deutschland Goji und Acai noch für Brettspiele hielt: Von Alzheimer, Asthma, Diabetes und Schlaganfall über Prostata- und Darmkrebs bis hin zu Infektionen und Depressionen sollen die Schalenfrüchte so ziemlich alles beseitigen, was den Menschen zur Strecke bringen kann.

Vor allem aber schützen sie angeblich das Herz vor Infarkt und die Blutgefäße vor Schäden.

Die neueste Studie dazu ist im renommierten British Medical Journal erschienen und stammt aus Norwegen. Es ist eine Meta-Analyse, die 20 andere Studien aus den letzten acht Jahren auswertet.

Am Ende fassen die Autoren zusammen:

Higher nut intake is associated with reduced risk of cardiovascular disease, total cancer and all-cause mortality, and mortality from respiratory disease, diabetes, and infections.

Düster konstatieren sie dann, dass wohl mindestens 4,4 Millionen von Menschen gestorben sind, weil sie nicht genügend Nüsse gegessen haben.

In 2013, an estimated 4.4 million deaths may be attributable to a nut intake below 20 grams per day in North and South America, Europe, Southeast Asia, and the Western Pacific. These findings support dietary recommendations to increase nut consumption to reduce chronic disease risk and mortality.

Herr Doktor ist nicht zimperlich

Da ist der Bartens ausgeflippt.

Übrigens nicht zum ersten Mal. Schon 2011 hat er in der SZ eine solche Tirade losgelassen, er tingelt mit dem Thema seit Jahren auch durch Talkshows und über Podien, um die anwesenden Ernährungswissenschaftler auf die Palme zu bringen.

Schadenfroh kann man an dieser Stelle ein paar Salznüsse einwerfen und feixend zuschauen – herrlich, Schlammcatchen zwischen Promi-Journalist und Forschern! Immer großes Kino.

Und Bartens ist nicht zimperlich, außerdem ist er Mediziner mit Doktortitel, daher weiß er, wovon er redet – in mehrfacher Hinsicht. Dazu kommen wir noch.

Jedenfalls musste sich die berühmte Ernährungswissenschaftlerin Hannelore Daniel, Expertin für Physiologie, öffentlich von ihm anhören, sie weise ein „gönnerhaftes Gehabe“ auf mit ihrem „Forscherdünkel“, und ihr „aufgeplustertes Abwehrverhalten“ (wörtlich) zeige nur, dass sie sich den Verfehlungen ihrer Zunft – den sinnlose Studien – nicht stellen wolle.

 

„Bevormundungsterror“ der Ernährungswissenschaft

Die Lebensmittelindustrie bezichtigte Bartens bei Plasbergs „Hart aber fair“ nebenbei noch der „Panscherei“ und nannte sie „teilweise eine Drecksbranche“, den Veganern Attila Hildmann und Ursula Karven servierte er bei Sandra Maischberger, dass ihre zurechtgelegte Ideologie jeder faktischen Grundlage entbehrt.

Besonders auf den „Bevormundungsterror“ durch unsinnige Ernährungsratschläge schimpft er. Wenn es nach Bartens geht, dann reicht es, einfach genussvoll zu essen und keine Angst vor ein paar Kilo Übergewicht zu haben.

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Da hat er vielleicht nicht in allem Unrecht – und wieder kann man sich einer gewissen Schadenfreude nicht erwehren, die ein paar wichtigtuerische Volkserzieher betrifft.

Aber derart einer ganzen akademischen Disziplin die Berechtigung abzusprechen – „Schafft die Ernährungswissenschaften ab!“ – ist schon gewagt.

Schließlich halten sich mehrere Universitäten in Deutschland einen Fachbereich mit Ernährungswissenschaften, und einige große Institute bekommen einen Haufen öffentliches Geld, damit sie, nun ja, vernünftige Studien durchführen.

Überhaupt hält man auch andernorts, geradezu in jedem Land der Welt, viel auf diese Ernährungswissenschaften.

 

Wenn die Ehre auf dem Spiel steht

Das steigert den Unterhaltungswert der AttackeN natürlich erheblich: Wer wird in den Ring steigen, wer will Bartens widersprechen, wer stellt die Ehre der Geschmähten wieder her?

Quarkundso.de jedenfalls nicht. Die ganze Redaktion lehnt sich amüsiert zurück, knabbert ein paar Kokosmakronen und ist weit davon entfernt, in die Bresche zu springen, um organisierte Müsli- und Vollkornasketen zu verteidigen.

Die müssen schon selbst sehen, wie sie aus der Nummer rauskommen und ihr Image aufpolieren. Werner Bartens ist nämlich nicht alleine mit seiner Meinung – tatsächlich stehen die konventionellen Ernährungsempfehlungen vielerorts in der Kritik, weil sie eben keine wirklich wissenschaftliche Grundlage haben.

Auch ähneln die 10 Regeln der DGE inzwischen so sehr Omas Wissen – iss mäßig, aber regelmäßig, ausgewogen und vielseitig, nicht zu viel Süßes, genügend trinken – dass man sich fragt, warum diese ehrenwerte Gesellschaft dafür jedes Jahr fünfeinhalb Millionen Euro kassiert.

Gut, das ist nicht alles, was sie zu tun hat. Die DGE muss ja noch die ganze Forschung beurteilen. Und darin hat sie weiß Gott keine leichte Aufgabe, auch dazu kommen wir noch.

 

Wer forscht denn da?

Aber warum derweil nicht noch ein wenig zündeln? Das ist doch lustig.

Man könnte, ganz im Sinne von Werner Bartens, noch eine dünkelhafte Kaste und ein paar aufgeblasene Pfründenverwalter mit reinziehen, um eine ordentliche Schlammschlacht zum Thema „Wer ist Schuld am Ernährungsunsinn?“ anzuzetteln.

Da bietet der Artikel einen schönen Ansatzpunkt: Stimmt, wie kann man nur so bescheuert sein und schwachsinnige Behauptungen zu Nüssen und Herzgesundheit, Cranberrý-Saft und Blaseninfektionen, Zimt und Diabetes aufstellen?

Das ist doch alles… wie sagt Bartens so richtig? „Keine Wissenschaft“.

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Aber wer macht oder will diese Forschung? Was sind das für Leute? Wer will das wissen mit den angeblichen Wirkstoffen in Lebensmitteln, und warum?

Wer untersucht Olivenöl, Fischöl, Heidelbeeren, Artischocken und Kurkuma? Wer stellt die Fragen, wer reitet darauf herum, dass Ernährung Krankheiten vorbeugen, Krebs heilen, das Hirn gesund halten und Herzinfarkt verhüten kann?

Tja. Wenn man versucht, diese Frage zu beantworten, kommt Erstaunliches zutage: Die Ernährungswissenschaftler sind es nicht. Herr Bartens hat sich wohl nicht ganz den richtigen Sündenbock ausgesucht.

 

Diese elenden Weißkittel

Denn es sind die Ärzte.

Mediziner, diese Halbgötter, die sich unheimlich viel auf ihre Zunft einbilden, aber bei den großen Volkskrankheiten im Nebel stochern. Sie sind es, die hauptsächlich auf der fantasierten Gesundheitswirkung von Lebensmitteln und Inhaltsstoffen beharren.

Werner Bartens müsste daher eigentlich den Ärger bei seinen gewissenlosen Medizinerkollegen abladen, vor allem bei bestimmten Fachrichtungen.

Da gibt es nämlich notorische Studienpanscher, die mehr oder weniger absichtlich Heilsbotschaften aus fragwürdigen Untersuchungen in die Welt pusten – Mediziner, wohlgemerkt, nicht Ernährungswissenschaftler.

Am schlimmsten sind die Kardiologen.

Das sind genau die, die dauernd was über Herzgesundheit und Ernährung herausfinden wollen. Warum? Weil sie keine Lösung für das Problem haben.

Sie können Herzinfarkte nicht verhindern und Patienten, die schon einmal einen Infarkt hatten und besonders gefährdet sind, selten retten.

Sie haben einfach noch nicht herausbekommen, was wirklich die Ursache für Herzinfarkt ist: Cholesterin? Wenn ja, welches? Oder sind es die Triglyzeride? Entzündungsfaktoren? Zucker? Risse in den Gefäßwänden? Verklumpte Eiweiße? Die Gene? Stress?

 

Sie wollen doch nur helfen

Bis heute ist unklar, was genau dazu führt, dass in den Adern Fett- und Kalkablagerungen entstehen, die irgendwann platzen und als Gerinnsel die Herzkranzgefäße verstopfen. Nur ein paar Risikofaktoren zeichnen sich ab, zuvorderst Rauchen, Übergewicht und Diabetes.

Viel mehr wissen die Ärzte nicht, alle anderen wie Heilpraktiker oder Esoteriker schon gar nicht, übrigens. Trotzdem müssen zumindest die Mediziner von Berufs wegen etwas tun.

Also verschreiben sie Cholesterinsenker und Blutverdünner, legen Bypässe und setzen Stents ein, verordnen Diäten, autogenes Training und Bewegung, notfalls wird transplantiert, und alles zu Milliardenkosten.

Nebenher treiben sie aber fleißig Ernährungsstudien: Vielleicht lässt sich ja etwas entdecken, was im Vorfeld das Risiko senkt und was die Leute gerne tun. Essen, zum Beispiel. Dann würden den Ärzten nicht so viele Patienten unter den Händen wegsterben.

Ist ja auch dumm, sowas.

Und damit wir uns nicht missverstehen: Die Absicht ist keine schlechte – die wollen nur helfen.

 

Historisches Unheil: die Fettlüge

Dabei haben sie aber, was Murks mit Ernährungsstudien angeht, besonders viel erreicht: Die Kardiologen und ihre Verbände, darunter die American Heart Association, haben für die Verbreitung der großen Fettlüge gesorgt. Die kam ihnen damals, in den 1960er Jahren, gerade recht, nachdem ein karrieresüchtiger Biologe (!) behauptet hatte, dass gesättigte Fettsäuren und tierische Fette Schuld am Herzinfarkt seien.

Der Mann hieß Ancel Keys und steht heute für den wohl folgenreichsten Fehler der modernen Wissenschaftsgeschichte: die Verteufelung von traditionellen Nahrungsfetten.

Die Ärztezunft nahm den Schwindel aber sofort gierig auf und befeuerte damit eine beispiellose Kampagne, mit der billige Margarine und raffinierte Industrieöle unter dem Deckmantel der Herzgesundheit weltweit in den Markt gedrückt wurden.

Diese Fettlüge ist inzwischen passé. Aber die Kardiologen machen weiter.

 

Endlose Liste mit „gesunden“ Lebensmitteln

Nach den fragwürdigen Pflanzenölen, die leider nicht das gewünschte Ergebnis brachten, nahmen sie sich ein Lebensmittel und einen Inhaltstoff nach dem anderen vor: Olivenöl, Fischöl, Mandeln, Walnüsse, Kokosnüsse, alle Nüsse, Leinsamen, Buchweizen, Artischocken, Rotwein, Weißwein, Lycopin aus Tomaten, Kakao, grünen Tee, bittere Schokolade, Antioxidantien, Radikalenfänger, Polyphenole, Flavonole und andere Wunderstoffe – die Liste ist endlos.

Da ließen sich die Krebsärzte, die Onkologen, natürlich nicht lange bitten und sprangen auf den Zug auf: Klar müssen die Krebsauslöser aus der Nahrung kommen, und was vor Krebs schützt, ebenso.

Internisten, Rheumatologen, Allergologen, Neurologen, alle machen diese Studien, man kann hinschauen, wo man will: die meisten Antreiber von Ernährungsexperimenten sind Mediziner.

Wenn Werner Bartens also auf die Ernährungswissenschaften eindrischt, meint er die Medizin.

Das ist wirklich lustig, denn er ist ja nicht nur selbst Arzt, sondern auch noch ausgebildeter Internist, ausgerechnet aus der Fachrichtung Kardiologie: Seine Doktorarbeit schrieb er über genetische Faktoren beim Herzinfarkt.

Daher weiß er wohl so gut Bescheid – gut, auf den Ärzte-Job hatte er nach ein paar Jahren keine Lust mehr und wurde lieber Journalist, vermutlich, weil ihn die sinnlosen Forschungssimulationen genervt haben.

Denn wir haben ihn ja richtig verstanden. Und herrlich, dass das mal jemand sagt: Was Ärzte treiben, ist „keine Wissenschaft“.

 

Schlechte Forschung gibt es überall

Auch der Erstautor der aktuellen Meta-Analyse zu den Nüssen, die Bartens so aus dem Häuschen brachte, ist Arzt – natürlich Kardiologe.

Sieben weitere Autoren der Studie sind ebenfalls Ärzte, nur zwei haben hilfreiche Nebenfächer wie Biostatistik und Biochemie studiert, wir haben das nachgesehen.

Die inkriminierte Nuss-Studie aus den 1990er Jahren stammt selbstverständlich auch von einem Arzt, einem, wie sollte es anders sein, Internisten. Der hat sich die Arbeit dummerweise von den Nuss-Farmern in den USA sponsern lassen. Seine Studie war wegweisend und löste die Nuss-Euphorie aus, zahllose Untersuchungen – von Medizinern – folgten.

Nur: Niemand ruft danach, die Medizin abzuschaffen, weil es unter ihrem Deckmantel sinnlose Versuche, missglückte Experimente, schlechte Forschung, bestechliche Doktoren und geltungssüchtige Chefärzte oder Institutsleiter gibt.

Mit Recht darf man auch vermuten, dass es umgekehrt hervorragende Ernährungswissenschaftler gibt, die sich zum Beispiel mit Physiologie, dem Stoffwechsel, mit Kinder- und Mangelernährung, mit individualisierter Beratung und Therapie beschäftigen.

Einige sind Quarkundso.de bekannt, Namen auf Anfrage.

 

Völlig außer Kontrolle: Ernährungsthemen im Internet

Woran es aber oft hapert, ist die Kommunikation. Gegen falsche Behauptungen, geschönte Folgerungen, verzerrte Interpretationen, schlechte Artikel und reißerische Pressemitteilungen von Universitäten und Forschungsinstituten ist noch kein Kraut gewachsen.

In der zweiten Zündstufe sind die Kollegen von Herrn Bartens gefordert. Also, seine journalistischen Kollegen, Anwesende eingeschlossen. Von den selbsternannten Ernährungsberatern, Fitness-Coaches und dem komplett außer Kontrolle geratenen Internet gar nicht erst zu reden.

Was diese Aufgabe angeht, steht Quarkundso.de jedoch an vorderster Front und erklärt sich hiermit bereit, neben dem Ernährungs- und dem Gesundheitsministerium auch das Forschungs- und das Informationsministerium zu übernehmen.

Aber erst nach Weihnachten.

Im neuen Jahr könnte damit immerhin alles in einer Hand liegen.

Dann hört der Zank zwischen den Disziplinen auf und es wird vernünftig geforscht. Erste Maßnahme: Mehr seriöse Nuss-Studien. Schließlich wirft man lieber ein paar Nüsse ein als Betablocker und Blutverdünner.

©Johanna Bayer

„Stuss mit Nuss“ – die Glosse von Werner Bartens in der SZ

Die aktuelle Metaanalyse zu Nüssen im British Medical Journal

Auf Youtube: Mitschnitt einer Podiumsdiskussion mit Werner Bartens und Hannelore Daniel auf den Bayerischen Ernährungstagen – Bartens nimmt kein Blatt vor den Mund. Andere aber auch nicht. Zur Sache geht´s bei ab 24:40