Archiv für den Monat: Oktober 2017

Visite beim NDR: Neues über Zucker und Kokain. Aus der Epoch Times.

 

In der NDR-Gesundheitssendung „Visite“ fällt eine Ärztin mit steilen Thesen über Zucker auf: Er wirke auf das „Suchtzentrum des Gehirns ähnlich wie Kokain“. Nicht nur Quarkundso.de fragt da nach. Aber leider kommt als Beleg ein Artikel der dubiosen Epoch Times. Ausgerechnet. Und das ist nicht der einzige Patzer. 

 

 

Quarkundso.de wird ja inzwischen als allgemeine Auskunftei zu Essen und Gesundheit betrachtet.

Die Leute haben keine Hemmungen.

Da fragt ein unbekannter Follower über Twitter an, warum die Butter so teuer geworden, aber Biobutter nicht genauso im Preis gestiegen ist.

Eine Kollegin möchte wissen, was dran ist an der Behauptung, Mikrowellen zerstörten wichtige Stoffe im Essen und ließen Gifte entstehen, angeblich schon vor 30 Jahren entdeckt von einem Schweizer Arzt, der seither im Untergrund kämpft (so ähnlich).

Andere Blogger-Freunde verwickeln Quarkundso.de in eine Diskussion über Zucker als Droge, mittels Markierung auf Facebook. Was da dran sei, was ich so meine, und überhaupt.

Ich verspreche allen Antragstellern: Wir sind bemüht, Fragen sofort und ausführlich zu beantworten. Dabei widmen wir uns auch den wildesten Verschwurbelungen, wenn es nur um Essen geht.

Die Mikrowelle und die Butter mussten aber etwas zurückstehen, denn langweilige Zucker-Nummer wuchs sich zu einer peinlichen kleinen Panne für den NDR aus. Und als gefundenes Fressen für Quarkundso.de.

Es geht um die Gesundheitssendung des NDR, die „Visite“. Das ist ein altes Flaggschiff in der Senderlandschaft. Eine der dort als Expertin auftretenden Fernsehärztinnen hatte in der Sendung vom 17.10.2017 vor Zucker gewarnt.

Ihren steilen Satz spielte die Redaktion online über Facebook, samt der Bemerkung, die WHO rate deshalb zur Begrenzung des Zuckerkonsums.

 

 

Zucker mit Kokain zu vergleichen ist einfach Quatsch

Bloggerin Irene Gronegger, ebenfalls im Gesundheitsbereich unterwegs, war darüber gestolpert. Zucker wirkt wie Kokain? Macht also wach, süchtig, hyperaktiv, ist eine gefährliche, suchterzeugende Droge, zerstört das Gehirn? Und das als Ärztin?

Die Kollegin fragte nach, und zwar bei der Pressestelle des NDR: Welche wissenschaftlichen Belege es denn gäbe? An diesem Punkt wurde Quarkundso.de herbeizitiert, man freute sich auf ein kleines Scharmützel.

Dabei passte uns das gerade gar nicht. Es war Mittag, wir waren hungrig, müde, erkältet, mussten trotzdem was abarbeiten und die Sache selbst ist doch schon längst ausgelutscht: Nein, Zucker als Stoff wirkt nicht wie harte Drogen, egal, was irgendwelche Amerikaner sagen, von Robert H. Lustig, dem Anti-Zucker-Aktivisten über David Ludwig von der Harvard-Universität bis zu Tosca Reno, der Clean-Eating-Päpstin.

Wissenschaftlich ist der Käse längst gegessen: Es gibt kein einziges Lebensmittel oder einen einzelnen Stoff in der Nahrung, der süchtig oder abhängig macht.

Auch nicht Zucker. Gegen Kokain, Heroin und selbst Nikotin sind alle Lebensmittel harmlos. Daher steht auch keines auf der Liste suchterzeugender Substanzen, sieht man mal vom Alkohol ab. Aber der ist kein Lebens-, sondern ein Genussmittel.

Quarkundso.de berichtete mehrfach.

Das rechtfertigt oder verharmlost nicht das übermäßige Verschlingen von Süßigkeiten. Aber es rückt die Verhältnisse gerade: Es ist nicht der Stoff Zucker, der körperlich abhängig macht und etwa wirkt wie ein Droge. Es ist das zwanghafte, übermäßige Essen, das Verhalten, das das Gehirn in einer bestimmten Region verändert, die die Fernsehärztin „Suchtzentrum“ nennt.

Korrekt heißt es Belohnungszentrum, und das erzeugt bei Dingen, die gelingen ebenso wie beim Naschen von Leckereien Glücksgefühle. Harte chemische Drogen ahmen diesen natürlichen Mechanismus nach und verzerren ihn stark, das macht sie so gefährlich.

Aber klar ist: Das ist schon eine ganz andere Nummer. Darüber sind sich alle Suchtforscher auf der Welt einig.

 

Immer wieder neu aufgekocht: Zucker als Droge

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Die Goldenen Blogger: Nominiert als einer der vier besten Foodblogs 2015

Ob Essen oder irgendein Stoff im Essen trotzdem süchtig machen könnte, ist zur Sicherheit geklärt worden: Forscher haben im Auftrag der EU haben 2013 ein internationales Konsenspapier erstellt, das die Lage zum Thema Essen und Abhängigkeit – Food and Addiction – sondiert.

Demnach gibt es kein einzelnes Lebensmittel oder einen Inhaltsstoff, der abhängig macht wie eine Droge, die reinen Genussmitteln Alkohol und Kaffee ausgenommen.

Bisher sieht es nicht so aus, als ob sich die Einschätzung sich ändert.

Das heißt nicht, dass es nicht Menschen mit suchtartigem oder suchthaftem Essverhalten gibt. Und dass sie nicht genau die charakteristische Veränderungen im Gehirn aufweisen, die denen von Drogenkonsumenten ähneln. Oder tatsächlich eine suchtartige Gier nach Süßem, aber besonders auch nach Fettigem entwickeln könnten. Darauf sind wir nunmal biologisch geeicht.

Aber es geht dabei nicht um einen chemischen Stoff, der das Gehirn manipuliert. Sondern um das gestörte Verhalten und das ständige Wiederholen: Menschen werden nicht süchtig nach den Substanzen Zucker oder Fett. Sondern abhängig vom Essen als zwanghafte Handlung.

Die Mechanismen im Gehirn sind dabei tatsächlich immer dieselben. Die Veränderungen, die man beobachten kann, etwa im Kernspin, auch.

Egal, die Details mag jeder selbst nachlesen.

Hier geht es eher um die interessierten Kreise, die den wissenschaftlichen Konsens zu Zucker als Lebensmittel nicht akzeptieren. Sie haben auch nicht den gesunden Menschenverstand der Hausfrau, die Zucker in den Kuchenteig gibt, aber auch weiß, wann es zuviel ist.

Nein, die Verschwörer betrachten Zucker als Gift und kommen ständig mit denselben Behauptungen und Argumenten sowie angeblich neuen Belegen um die Ecke, spielen über Bande, schreiben oder zitieren unseriöse populistische Bücher, beziehen fragwürdige Informationen aus dem Internet und schwören auf angeblich neue Studien, wahlweise auch auf brisante Daten, die angeblich seit 60 Jahren unter Verschluss gehalten werden.

Darunter sind Fachleute, Ärzte und Journalisten. Erstaunlich, eigentlich. Das Ganze ist eine amerikanische Debatte, sogar eigentlich eine Kampagne, die nicht auf alle zu übertragen ist. Die entsprechenden Akteure sind auch alle von drüben, das ist kein Zufall.

 

Quellen: Epoch Times und das Interview mit einem Toten

Wir wollten also müde abwinken, dann aber wurde es lustig, denn Kollegin Gronegger bekam Antwort von der NDR-Pressestelle. Quarkundso.de erwachte aus der Lethargie, denn brühwarm landete die Mail des NDR bei uns auf dem Tisch.

Darin wurden als Belege zwei Links angegeben. Einer führte zur Epoch Times, einer zu den Deutschen Gesundheitsnachrichten.

Wie bitte, die Epoch Times? Das Kampagnenblatt der Falun-Gong-Bewegung, in seiner deutschen Ausgabe Lieblingspostille von AfD-Wählern und Rechtsextremen? So beschreibt zum Beispiel DIE ZEIT das fragwürdige Portal.

Auf keinen Fall kann ein Artikel aus einer solchen Schleuder als Quelle für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gelten, gar als Beleg für einen Sachverhalt aus Medizin und Wissenschaft.

Die andere Quelle leistet sich unter dem reißerischen Titel „Zucker wirkt auf den Körper wie Heroin“ leider ein peinliches Missverständnis. In wörtlicher Rede zitiert der Artikel Princeton-Forscher Bart Hoebel, als ob er gerade interviewt worden wäre.

Im Nucleus accumbens, dem Lustzentrum des Gehirns, löst „Zucker die Ausschüttung von Dopamin und Opioiden aus“, so Bart Hoebel von der Princeton University in New Jersey. Das Dopamin wird als Triebkraft hinter Drogensucht gesehen. Und die Opioide sind Substanzen, die eine betäubende Wirkung im Körper hervorrufen, indem sie sich an die Opioidrezeptoren binden. „Das Gehirn wird süchtig nach seinen eigenen Opioiden, wie es das auch bei Heroin und Morphin tun würde“, ergänzt Hoebel. Insgesamt erzielten Drogen eine größere Wirkung, aber im Wesentlichen sei der Prozess der gleiche, so Hoebel. Hoebel führt dies unter anderem auf eine durchgeführte Studie mit Ratten zurück.

Klingt gut, der Artikel ist allerdings von 2014. Und Bart Hoebel ist 2011 gestorben.

 

Huch, vertippt!

In solch einem Fall muss man leider feststellen: Das hätte der NDR nicht rausgeben sollen.

Bart Hoebel war übrigens ein sehr renommierter Forscher, dessen Arbeiten in Deutschland und anderswo fortgeführt wurden. Das Ergebnis ist aber nicht die platte Aussage, dass Zucker süchtig macht.

Die Investigativ-Abteilung von Quarkundso.de hatte inzwischen selbst der NDR-Pressestelle geschrieben und gefragt, was es mit diesen seltsamen Quellenlinks auf sich habe.

Die Antwort kam am Abend: Nein, nein, das, äh, sei nur ein Versehen gewesen, die Ärztin habe die Links nur nebenher in der Praxis rausgesucht. Das seien weder ihre Quellen noch die der Redaktion. Und die Redaktion habe sie lediglich weitergegeben, das seien „allgemeinverständliche Medien“.

Interessante Einschätzung.

 

Unbestritten, aber umstritten – was denn nun?

Ansonsten wurde uns erklärt, dass es bei Zucker „unbestrittene gesundheitliche Risiken“ gäbe – aber wissenschaftlich sei die Sache umstritten, es gebe ja „unterschiedliche Einschätzungen und Veröffentlichungen.“

Ah ja. Das haben wir natürlich verstanden: Schrödingers Zucker.

Dazu kamen neue Belege, darunter wieder eine dubiose Quelle, ein „Sleuthjournal“, das zur Sache auf ein esoterisches Naturkostportal verlinkt, eine ältere Arbeit von Bart Hoebel, die ins Konsenspapier der EU von 2013 eingeflossen ist – Ergebnis: Zucker macht nicht süchtig wie Kokain. Eine verfehlt das Thema und dreht sich um Angststörungen, eine weitere beschäftigt sich auch mit einem anderen Thema, übrigens ebenfalls auf der Basis von Bart Hoebel (ja, das war ein hoch renommierter Suchtforscher).

Soll heißen: Diese Quellen ändern nichts am Stand der Wissenschaft. Der entspricht weiterhin dem EU-Konsenspapier, es wurde erst letztes Jahr, 2016, international bekräftigt.

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Wissenschaftsblog 2015: Sonderpreis der Redaktion „Wissenschaft kommuniziert“

Die hartnäckigen Zucker-Verschwörer haben dagegen keine harten Fakten in der Hand. Sie zitieren selektiv, interpretieren tendenziös und einseitig oder suggerieren Ergebnisse und Erkenntnisse, die es gar nicht gibt. Meistens spielt sich das in den USA ab, und das hat seinen eigenen Charme.

Natürlich wollen alle dabei nur das Beste, nämlich die Gesundheit schützen. Das ist ehrenwert, aber ein wenig aufpassen und auf unseriöse Thesen verzichten sollte man schon. Der gute Zweck heiligt nicht alle Mittel.

Diese ganze Zucker-ist-Droge-Diskussion wollen wir jetzt nicht weiter aufrollen. Das können Interessierte ja nachlesen.

Wir hingegen blicken kurz noch einmal auf das journalistische Handwerk und die redaktionelle Verantwortung, die der NDR nunmal hat.

 

Online geht noch einer

Denn im Netz lief es leider auch nicht rund.

Der Facebook-Post der Redaktion nämlich bauscht nicht nur den steilen Satz der Ärztin auf. Dazu bekräftigen die Onliner der Redaktion Visite auf Facebook:

Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt deshalb auch nicht mehr als 25g Zucker am Tag.

Deshalb, aha. Das klingt, als warne die WHO vor Zucker wegen seiner drogenähnlichen Wirkung. Aber so ist es nicht. Ganz und gar nicht.

Die WHO warnte 2015 vor Übergewicht und Karies durch übermäßigen Zuckerverzehr. Das ist in der Begründung zur Empfehlung ganz klar. Von Sucht, Droge, Kokain oder sonstigen Gesundheitsgefahren ist nicht ansatzweise die Rede. Die WHO ist nämlich über den Stand der Wissenschaft orientiert.

Von wegen „deshalb“.*

Der Online-Kommentar ist einfach besinnungslos und ohne Kontrolle oder Recherche ins Netz geblasen worden. Wenn er nicht sogar aus der Redaktion stammt. Die hätte da doch besser aufpassen und nicht den tendenziösen Vereinfachungen aufsitzen sollen.

Die Sendung selbst sieht ihre Inhalte und Aussagen, gerade auch die vom 17.10. zum Zucker, als „wie immer gut recherchiert, und natürlich unbeeinflusst und unabhängig“ (aus der Moderation vom 17.10.2017). Schade, dass da niemandem, weder Pressestelle (Kommunikationsprofis) noch Redaktion (erfahrene Gesundheitsredakteure) aufgefallen ist, dass die Ärztin einen Link der Epoch Times verschickt.

Und keiner hat mal kurz in die Links geschaut und gesehen, was da zitiert wird. Keiner hat recherchiert, niemand hat kontrolliert und niemand schaut nach, was die Onliner treiben. Die geben einfach wieder, was Redaktion und O-Ton der Ärztin ihnen nahelegen.

Das wünscht man sich schon anderes, von einer Gesundheitsredaktion im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

Und in den heutigen Zeiten. Es spielt Verschwörungstheoretikern in die Hände. Das sind die Leute, die sich zum Beispiel aus der Epoch Times, esoterischen Gesundheitsportalen oder Angeboten mit „Alternative News“ wie dem Sleuthjournal informieren.

Und das nicht nur über Zucker. Sondern auch über Chemtrails, Invasionen aus dem All und Reptiloiden.

©Johanna Bayer

Hinweis: Die Deutschen Gesundheitsnachrichten haben umgehend auf die Kritik von Quarkundso.de reagiert und in ihrem Artikel von 2014 vermerkt, dass Bart Hoebel 2011 verstorben ist. Sie möchten auch nicht als „dubioses Portal“ bezeichnet und mit den Epoch Times in einen Topf geworfen werden, da sie nach den Grundsätzen des Deutschen Presserates (Pressekodex) arbeiten. Ich habe daher den Text an dieser Stelle geändert. Meine Kritik an den Formulierungen im Artikel über Zucker und Bart Hoebel wird von der Redaktion in der Sache akzeptiert.

*Die Online-Redaktion der Visite hat auf den Beitrag von Quarkundso.de reagiert und schnell ihren Facebook-Kommentar nach Erscheinen geändert. Das „deshalb“ ist gestrichen worden, Stand 30.10.2017 – ohne jede Anmerkung. Neuer Text: „Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt nicht mehr als 25g Zucker am Tag“.

 

EU-Konsenspapier Food and Addiction

Sendung Visite beim NDR vom 17.10.2017

Über die „Zuckerlüge“ von ARTE und die US-Kampagne

 

 

Kurvige Models oder Dicke im Bild – BRIGITTE.de und das Problem mit dem Übergewicht

Auf einer Modenschau für Badeanzüge waren üppige Models auf dem Laufsteg, dagegen gab es Kritik: Mediziner fürchten ein falsches Körperideal. Das Frauenportal BRIGITTE.de verwahrt sich mit einem empörten Zwischenruf und findet, die Ärzte sollten die Klappe halten. Doch ist das wirklich sinnvoll? Zumal BRIGITTE.de vom Geschäftsfeld „Plus Size“ selbst ganz schön profitiert. 

 

Übergewichtige Frau posiert in braunem, elegantem Kleid in schöner Landhausküche

Dick und schön: Ja, das geht.

Nicht, dass es heißt, wir hätten irgendein Blatt oder einen Sender speziell auf dem Kieker, nur weil BRIGITTE.de wieder dran ist.

Ehrlich, die Kandidaten sind Legion, alle können jederzeit dran kommen.

Die Auswahl richtet sich nur nach den strengen journalistischen Kriterien von Quarkundso.de. Zum Beispiel danach, was gerade aktuell oder besonders platt oder, umgekehrt, eher verzwickt ist.

Aktuell ist zum Beispiel das Thema „Kurvige Models“, neudeutsch: „Curvy Models“, also füllige Frauen, oder sagen wir es deutlich: Dicke im Bild.

Dazu hat BRIGITTE.de einen empörten Zwischenruf gelandet. Es geht konkret um dicke Damen bei der Zeitschrift Sports Illustrated. Das ist eigentlich ein Sport-Magazin, aber einmal im Jahr bringt der Verlag ein Extraheft mit Bademoden heraus.

Im August 2017 hat das Magazin dazu eine Live-Modenschau in Miami veranstaltet und auch ungewohnt üppige Frauen auf den Laufsteg geschickt. So richtig große Figuren waren dabei, nicht unbedingt das, was man „normalgewichtig“ nennen würde.

 

Empörter Zwischenruf

Jedenfalls trug die Aktion Sports Illustrated weltweit Kommentare ein, unter anderem von einer australischen Lifestyle-Journalistin und einigen ebenfalls australischen Medizinern im Daily Telegraph.

Die vorgebrachten Einwände: Nur weil die Modeindustrie nicht mehr nur runtergehungerte Kleiderständer als Mannequins zeigt, sollte nicht gleich das andere Extrem gefeiert werden. Das propagiere ein falsches, ungesundes Körperideal.

Fettleibigkeit, so ein australischer Adipositas-Fachmann, sei gesundheitsschädlich und nicht erstrebenswert. Stark Übergewichtige als positive Vorbilder in Mode und Medien zu zeigen, setze das falsche Zeichen. BRIGITTE.de kommentiert:

„Da laufen endlich mal kurvige Models über den Catwalk und was passiert? Von diversen Seiten hagelt es Kritik.“

Und legt nach, die eingesetzten Models seien gar nicht fettleibig gewesen:

„Fettleibigkeit“? Wie bitte?! Die Models, die hier über den Catwalk liefen, wirken alles andere als krankhaft „fettleibig“. Sarina und ihre kurvigen Kolleginnen machen in der Bademode eine heiße Figur.“

 

Übergewicht ist ein Problem

Tja. Der Fall ist knifflig.

Einerseits ist der Zwischenruf von BRIGITTE.de natürlich lieb gemeint. Für die Leserinnen gedacht, für alle Frauen, für ihr Selbstwertgefühl und ihre Körper. Und natürlich verwahrt sich Quarkundso.de energisch gegen jedes Dicken-Bashing, Body-Shaming, Fat Shaming und generell gegen Diskriminierung.

Aber wenn man den Original-Kommentar der australischen Journalistin liest, und die Einschätzungen der Ärzte darin, wird deutlich: Sie argumentieren sehr vernünftig. Und überdies aus australischer Perspektive.

Die Kolumnistin spricht von Größen ab 46 aufwärts, so schätzt sie die Körper auf der Bühne ein. Von der trügerischen Normalität, die es hat, wenn sich eine Gesellschaft an so füllige Figuren gewöhnt und sie positiv bewertet. Von dem riesigen Adipositas-Problem in Australien, von erschreckenden Zahlen. Das Land ist von einer grassierenden Fettleibigkeitsepidemie betroffen, es gibt dort ungewöhnlich viele stark Übergewichtige.

Weltweit steht Australien damit recht weit oben im Ranking, hinter den Dicken-Hochburgen USA, Mexiko und Neuseeland. Die Situation macht Politikern Sorge, wegen der Gesundheit der Bevölkerung – und vor allem wegen der explodierenden Kosten. Im Debatten-Artikel des Daily Telegraph treten Mediziner auf, die alles bestätigen. Zumal der oben zitierte Adipositas-Experte.

Warum sollten aber ausgerechnet Ärzte nichts zu dem Thema sagen dürfen, aber die Online-Mädels von BRIGITTE.de? Und wer weiß eigentlich in der Sache besser Bescheid?

 

Lieber Experten fragen

Denn klar ist: Vorher, bei der jahrelangen Kritik am Magerwahn im Modelbusiness war Expertenrat von Ärzten und Ernährungswissenschaftlern sehr gefragt. Die erzwungene Magerkeit der Models schädigt schließlich direkt die Gesundheit der jungen Frauen, noch dazu kann sie der Einstieg in eine lebensgefährliche Anorexie sein. Das mussten Mediziner dauernd erklären, damit die Warnungen auch Gewicht bekamen.

Jetzt aber sollen sie nichts sagen, zu den „curvy Models“. Schwierige Sache.

Im Fall der Online-Mädels von Gruner&Jahr geht es außerdem noch um so etwas wie die Deutungshoheit: Sind die gezeigten Frauen wirklich fettleibig? Oder nur übergewichtig, oder halt nur weiblich, „real women“, wie auf Twitter gejubelt wurde, also „kurvig“?
Die Frage ist, ob BRIGITTE.de das beurteilen kann. Und sollte.

Oder ob das nicht Ärzte besser tun sollten. Und können.

Schließlich ist Übergewicht, wir wissen es durch die unablässige Kritik am rechnerischen BMI, eine Blickdiagnose: Der Arzt sieht, wer Übergewicht hat und wer nicht. Dazu muss der Patient nicht einmal auf die Waage steigen.

Es gilt der alte Spruch aus den Zeiten der ersten Pornofilm-Urteile: „I know it when I see it“.

 

Screenshot BRIGITTE.de mit Titel zu Sports Illustrated

Screenshot: Titel von BRIGITTE.de, August 2017. Im Bild: Sarina Nowak

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Screenshot: Model bei Sports Illustrated auf BRIGITTE.de, August 2017.

Da stört dieser Journalismus

Es wäre wirklich spannend gewesen zu hören, was deutsche Adipositas-Experten zu den Fotos und dem gestreamten Video sagen – ob sie die Frauen für übergewichtig bis fettleibig oder für wohlgeformt und normal halten.

Denn was interessieren uns die Australier? Da kommt dieser Journalismus noch einmal ins Spiel: Relevanz und Nähe hätten gezählt, also, was deutsche Experten sagen.

Gut, online muss es immer schnell gehen, da kann man sich den Journalismus schon mal schenken. Außerdem sollte es wohl so etwas wie ein Kommentar sein. Ohne Recherche. Ohne zweite Meinung. Ohne Experteneinschätzung. Einfach so, schnell rausgeschossen.

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Die Goldenen Blogger: Nominiert als einer der vier besten Foodblogs 2015

Aber ein Kommentar funktioniert vor allem, wenn er Substanz hat. Meinung alleine genügt nicht.

Die Frage nach der Deutungshoheit ist dabei weiterhin interessant: Was ist normal? Und wurde auf dem Laufsteg von Sports Illustrated echte Vielfalt gezeigt, modisch „Diversity“?

Die Wirklichkeit, wie sie uns auf der Straße begegnet?

Letzteres natürlich nicht. Schließlich mussten die Hässlichen, Unansehnlichen mit ihren Pickeln und dünnen Haaren zuhause bleiben, und erst recht die Alten. Gammelfleisch im Bikini will schließlich keiner sehen, dabei soll Sport im Alter doch so gesund sein.

Scherz beiseite.

Es sollte klar sein, dass eine Modenschau nie die Realität abbildet, sondern Ideale zeigt. Nach denen strebt die Kundschaft, indem sie kauft. Es ist heuchlerisch, etwas anderes zu behaupten, wie es BRIGITTE.de und andere tun.

 

Die normative Kraft des Faktischen

Mann mit dickem Bauch versucht, Jeans zu schließen

Immer öfter im Weg: die Plautze. Die Mehrheit stört sich kaum mehr daran. Bild: Shutterstock

Im Alltag, auf der Straße, da ist die Realität aber zu sehen: Die Deutschen sind so dick wie nie.

So hieß es Anfang 2017, nachdem die DGE ihre neuesten Zahlen zum Übergewicht veröffentlich hatte.

Darunter sind viele Adipöse mit 20, 30, 40 Kilo zu viel auf den Rippen.

Rein statistisch gesehen ist rund die Hälfte der Deutschen zu dick, Ältere mehr als Jüngere, Männer noch mehr als Frauen, Frauen dafür teilweise extremer.

Augenfällig wird das oft auf dem Land und in bestimmten Situationen: Wirtshaus, Volksfest, Campingplatz, Kegelverein. Da sind Normalgewichtige in der Minderheit. Ab dem mittleren Lebensalter, so ab 40, scheint der Anblick von 15 bis 20 Kilo Übergewicht, zum Beispiel in Form eines imposanten Bauches oder ausladenden Hüftspecks, ganz selbstverständlich.

In höheren Altersklassen ist die Körperfülle vorherrschend: Dass Oma gemütlich aus dem Leim geht, wird geradezu erwartet. Das Gegenteil, die schlanke Oma oder der fitte Opa sind die Ausnahme („Wie haben Sie das nur geschafft…“).

Die normative Kraft des Faktischen prägt den Blick. Und in diesem Sinne wird Übergewicht von interessierten Kreisen gerne „normal“ genannt.

 

Lamento der Gesundheitsschützer

Dicke Frau mit Bikini am Strand beim Sonnenbaden

Normaler Anblick. Aber harmlos für die Gesundheit ist das nicht. Die Frage bleibt. Bild: Shutterstock

Die dazugehörigen Gebresten – darunter Diabetes, künstliche Hüften und Knie, Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Gallensteine, Fettleber – lassen zwar regelmäßig Krankenkassen, Politiker, Ärzteverbände und Gesundheitsschützer ein Lamento anstimmen.

Aber das ist, so Anti-Diskriminierungsgruppen wie die „Fat Acceptance“- und Body-Positivity-Bewegung, weder wissenschaftlich begründet noch politisch korrekt.

Was die Wissenschaft angeht, haben die Aktivisten zwar Unrecht, darüber ist man sich in allen Ländern einig. Aber das stört sie nicht im Geringsten.

Und so laufen gesellschaftlich relevante Anliegen unverbunden nebeneinander her ins Leere: Die Dicken kämpfen gegen Diskriminierung, Frauen wollen stolz auf ihren Körper sein, aber Ärzteverbände und Politiker wollen Übergewicht bekämpfen und verlangen eine Steuer auf Süßes und Fettiges.

Die Lage ist paradox, die Debatten sind kontraproduktiv und insgesamt sitzen wir damit in einer bösen Falle.

Wie wir aus dieser Nummer rauskommen sollen, ist vollkommen unklar. Denn so „normal“ Übergewicht erscheint: Es ist eine ernsthafte Gesundheitsgefahr für die Betroffenen und ein Problem für die Gesellschaft als Ganzes. Weltweit.

In der aktuellen Debatte rücken aber der Schutz vor Diskriminierung, der – unerwünschte – Normendruck durch die Gesellschaft und die Behinderung der persönlichen Freiheit – wie ich mich gut fühle, bestimme ich! – in den Vordergrund. Und so gibt es zur Bewegung der „Fat Acceptance“ selten Gegenstimmen.

 

Diskriminierung und Übergewicht bekämpfen – beides tut Not

Nur wenige wagen es, Klartext zu reden. Einer ist der Münchner Psychiater Dr. Peter Teuschel.
Er hat dazu einen Blogbeitrag auf dem Medizinportal Doccheck veröffentlicht. Darin betont er, dass Übergewichtige und Fettleibige vor Diskriminierung geschützt werden müssen und ein Recht auf Anerkennung haben – einerseits.

Andererseits warnt er entschieden davor, Übergewichtige zu Stolz auf ihren Körper zu motivieren und ihnen zu suggerieren, ihr Zustand sei wünschenswert, normal, ein Ausdruck von „Diversity“ oder ein politisches Statement.

Und er fordert klipp und klar, dass die Betroffenen sich der körperlichen und psychischen (!) Folgen bewusst werden und in Behandlung gehen sollten:

„Wie so oft bringt es nichts, sich in die eigene Tasche zu lügen und als jemand, der sowohl sehr viel mit Diskriminierung als auch mit medizinischen Folgen von Adipositas zu tun hat, kann ich nur sagen: Macht es euch nicht so einfach!“

Exakt das war auch die Stoßrichtung der Meinungen aus Australien: Es nützt nichts, die traurige Realität abzubilden oder ihre Abbildung einzuklagen, um Diskriminierung abzubauen. Übergewicht ist ein Problem und sollte kein Vorbild sein. Das gilt auch in Deutschland.

 

Es geht auch um Geld

Aber die Kasse muss ja stimmen. Und Frauen müssen was zum Anziehen haben. Da sieht sich  BRIGITTE.de in der Verantwortung.

Das neue Lebensgefühl von „Plus Size“ und „Curvy Models“ ist daher längst Thema und die Redaktion schlägt damit drei Fliegen mit einer Klappe: Sie feiert ein neues weibliches Selbstbewusstsein – Kurven! Echte Frauen! -, kämpft publikumswirksam gegen Diskriminierung und, Achtung, bindet neue Zielgruppen.

„Plus“ hat schon eine eigene Kategorie bei BRIGITTE.de und die Redaktion kooperiert unter anderem mit Happy Size, einem Hersteller von Kleidung für Üppige. Auch Bon Prix und C&A, stark im Übergrößen-Sortiment, zeigen Mode bei BRIGITTE.de.

Die Redaktion schreibt dazu gerne als Bericht getarnte Werbeanzeigen, die in redaktioneller Form daherkommen. Sie sind zwar als „Anzeige“ gekennzeichnet, aber wer schaut schon auf das Kleingedruckte, wenn der Artikel sich von anderen überhaupt nicht unterscheidet, weder in Layout noch in Stil und Duktus? Diese Werbeform ist erlaubt und außerdem clever, was das Erschließen neuer Kundenkreise angeht.

 

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So sieht das aus: Werbung für Happy Size, die Modefirma, im Gewand von BRIGITTE.de. Kein Unterschied zu normalen Artikeln, bis auf das Kleingedruckte. Bild: Screenshot, zum Artikel geht es unten bei den weiterführenden Links

 

Nur erscheint der Maulkorb für Ärzte, den die Redaktion beim Thema dicke Models verhängen will, auf diesem Hintergrund in ganz neuem Licht: Steht bei BRIGITTE.de die Warnung vor Übergewicht und seinen Folgen aus geschäftlichen Gründen jetzt zurück?

Hemmt die neue Gewinnzone „Plus Size“ etwa kritisches Nachfragen, Nachdenken, Recherche, auch nur Reflexion?

 

25 Kilo und fünf Kleidergrößen

Der Verdacht liegt leider nahe, und der Zwischenruf ist dafür ein Beispiel.

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Wissenschaftsblog 2015: Sonderpreis der Redaktion „Wissenschaft kommuniziert“

Außer dem Verzicht auf eine Expertenmeinung steckt nämlich noch eine kleine Bombe drin: Eines der kurvigen Models, die in Miami für Sports Illustrated über den Laufstieg gingen, war die Deutsche Sarina Nowak.

Sie war 2009 Kandidatin in Heidi Klums „Germany`s Next Top Model“ – und damals etliche Kilo leichter, wie die Redaktion schreibt:

„Zur Fashion Show in Miami zeigte das legendäre Bademoden-Magazin ‚Sports Illustrated‘ erstmals auch acht Plus-Size-Models in Bikinis und Badeanzügen.

Unter ihnen: Ex-GNTM-Kandidatin Sarina Nowak, die heute 25 Kilo mehr auf den Rippen hat als zu Zeiten der TV-Show.“

25 Kilo mehr. Das ist enorm, eine Gewichtsschwankung, die bedenklich ist. Es kann nicht sein, dass das der Redaktion einer Frauenzeitschrift komplett entgeht.

Zumal Sarina Nowak sich den halben Zentner, wie mehrere Klatschblätter übereinstimmend berichten, in ziemlich kurzer Zeit draufgeschafft hat, nämlich in nur etwa 10 Monaten. Das ist schon ein dicker Hund, sorry für das Bild, aber nun ja. So jemanden würde man normalerweise zum Arzt schicken (was mit den Drüsen?).

Selbst wenn Frau Nowak in, sagen wir mal, drei Jahren die 25 Kilo und damit vier bis fünf Kleidergrößen zugelegt hätte, ist der Sprung gewaltig. Sie selbst beklagt außerdem, ebenfalls in diversen Klatschblättern, dass sie vorher im Modelbusiness qualvoll habe hungern müssen, um auf Größe 34 zu kommen und jetzt einfach nur ihre natürliche Figur zurückgewonnen habe.

Das heißt: Erst Wohlfühlfigur, dann jahrelang hungern, sich quälen, dann wieder nachlassen und erheblich in die Breite gehen – das klingt alles nicht gut. Jedenfalls nicht so, dass man Frau Nowak zu dieser Achterbahnfahrt beglückwünschen möchte.

Wohl aber zur neuen Karriere, dazu gleich mehr.

 

Der gefährliche Jojo-Effekt

Vorerst fühlt man sich an Essgestörte erinnert, prominentes Beispiel: Joschka Fischer. Der hungerte sich vom Moppelchen zum drahtigen Marathonläufer herunter, ging danach wieder in die Breite und wiederholte den Ablauf mehrmals. Zurzeit ist er dick.

Dass dieser Jojo-Effekt gesundheitsschädlich ist, predigen Ärzte seit Jahrzehnten, und sie warnen ausdrücklich davor. Es ist erwiesen, dass Menschen, die schnell abnehmen – oder sehr stark zunehmen – häufiger Herzinfarkte und Schlaganfälle erleiden, auch steigt das Risiko für Gallensteine, Leberprobleme und schlechte Blutwerte.

Deshalb raten Ärzte dazu, nur langsam abzunehmen. Und nicht übermäßig zuzunehmen, aus vielen Gründen. Es ist erstaunlich, dass ein Frauenportal, das sich so mit Gesundheitsthemen beschäftigt wie BRIGITTE.de, diesen Aspekt völlig ausklammert.

 

Plus Size, Baby!

Was Frau Nowak angeht, muss man aber auch die Realitäten sehen. Bei ihr ging es vielleicht viel weniger um den Ausdruck ihres Selbst und das Wiedergewinnen einer natürlichen Figur als ums Geschäft.

Hier spekuliert Quarkundso.de gerne ein wenig: Die Modelbranche ist ein eiskaltes Business. Nowak hatte aber seit 2009, als sie bei Heidi Klum auftrat, nur mäßigen Erfolg: Platz 6 in der Show, danach dümpelte die Karriere vor sich hin.

Vielleicht hat die junge Frau sonst keine großen Berufsalternativen für sich gesehen, jedenfalls könnte sie bei einem wieder mal enttäuschend verlaufenen Casting von einem cleveren Agenten einen Tipp bekommen haben: „Deine Figur ist für uns nicht das Richtige, aber versuch es doch mal mit Plus Size, Baby! Da geht gerade was.“

Und – zack! – hat sie sich wie eine Leistungssportlerin auf Kampfgewicht gebracht: 25 Kilo mehr in zehn Monaten. Von Size Zero auf Größe 40. Pünktlich zur nächsten großen Saison war sie einsatzbereit.

Das würde die kurze Zeitspanne erklären, in der Nowak ihr Gewicht so enorm verändert hat: Sie hat begriffen, dass sich ein lohnendes Geschäftsfeld eröffnet und schnell gehandelt. Die Bereitschaft und die Fähigkeit zu diesem Körpereinsatz könnten allerdings auch riskant sein.

Quarkundso.de wird das daher nicht nachmachen. Wir empfehlen es auch anderen nicht. Die Wahrscheinlichkeit ist nämlich hoch, dass wir keinen Modelvertrag bekommen, aber dafür vielleicht Diabetes. Oder eine künstliche Hüfte, irgendwann.

Das Ganze ist, wie gesagt, ausdrücklich reine Spekulation. Aber wir sind ja nicht doof. Und Sarina Nowak auch nicht.

©Johanna Bayer

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BRIGITTE.de zur Modenschau von Sports Illustrated

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